Pressemitteilung des CSU-Ortsverbandes Woffenbach
17.09.2009.
Nicht jeder Konflikt lässt sich vermeiden oder kann im Vorfeld einer gütlichen
Lösung zugeführt werden. Allerdings ist es immer einen Versuch wert für
Deeskalation zu sorgen, erklärt der Woffenbacher CSU-Ortsvorsitzende Maximilian
Federhofer. Abwarten und zu glauben der Streit löse sich in Luft auf ist jedoch
naiv und zugleich für eine Stadt unverantwortlich. Bereits vor zwei Jahren wurde
bekannt, dass Richard Iberl einen Schweinemastbetrieb am Rande von Woffenbach
plant.
Damals wie
heute war die juristische Lage eindeutig bekannt. Es entspricht geltender
Rechtslage, dass der Metzgermeister ein Recht auf die Errichtung der Anlage hat.
Dies war wohl auch dem gelernten Juristen Oberbürgermeister Thomas Thumann
bekannt. Es ist keine Überraschung, dass sich gegen das Projekt Widerstand regt
und gutes Bürgerrecht diese Meinung auch frei zu äußern. Wir haben sowohl
Verständnis für die wirtschaftlichen Interessen von Richard Iberl als auch für
die Ängste und Sorgen der Anwohner, schreibt Federhofer. Gerade deswegen war es
fatal, die Situation eskalieren zu lassen. Warum muss erst der Friede in einer
Gemeinschaft ins Wanken geraten, bevor seitens der Stadt etwas unternommen wird?
Bereits im Vorfeld hätte Oberbürgermeister Thomas Thumann die Sache zur
Chefsache erklären müssen.
Es hätte dann
vielleicht nicht der Gründung einer Bürgerinitiative, Demonstrationen und
Spaltungen einer sonst friedlichen Dorfgemeinschaft bedurft, macht der
Ortsvorsitzende deutlich. In einem gemeinsamen Gespräch des CSU-Ortsverbandes
mit dem Woffenbacher Stadtrat Herbert Fischer zeigte sich Iberl durchaus
kompromissbereit. Danach wäre er nicht abgeneigt die Schweinemast weiter
entfernt von der Wohnbebauung zu platzieren. Doch auch dieser
Kompromissbereitschaft wurde nur halbherzig nachgegangen. Die Tatsache, dass
Richard Iberl nun nach zwei Jahren Verschleppungstaktik buchstäblich der Kragen
geplatzt ist, ist nur allzu verständlich. Wir sind froh, dass auf Initiative von
CSU-Stadtrat Helmut Lahner die Entscheidung am Montag im Bausenat nochmals
vertagt wurde. Damit bietet sich nun für die Stadt und unseren Oberbürgermeister
eine letzte Chance die Angelegenheit, gütlich zu regeln.
Weder den
Gegnern noch Richard Iberl dürfte geholfen sein, es zu einem juristischen
Schlagabtausch kommen zu lassen. Der Ausgang des selbigen dürfte nach
derzeitiger juristischer Lage wohl klar sein. Einen Zusammenhalt unter den
Bürgern in Woffenbach werde dies aber wohl nicht zuträglich. Daher appelliert
der CSU-Ortsverband Woffenbach nochmals eindringlich an Oberbürgermeister Thomas
Thumann sich endlich beherzt der Sache anzunehmen. Ein Konflikt der im Vorfall
hätte vermieden werden können, könnte nach seiner unnötigen Eskalation so
hoffentlich ein einverständliches Ende finden.
Maximilian Federhofer
CSU-Ortsvorsitzender
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