Fliesen Kölbl


Schweinemast
Leserbrief vom 16.09.2009


Stellungnahme der CSU


Mehr über die S-Bahn-Haltestelle

Kurznachrichten Stauf

Sanierung Schloß- und Bühlerstraße

Bürgerversammlung

Aktueller Prospekt Hackner

Zwei Baugenehmigungen
Der Woffenbacher Schweinemäster kann allen Vermittlungsversuchen zum Trotz doch im Außenbereich seinen Schweinemastbetrieb bauen.

25.02.2011. Die Stadt Neumarkt hat auf Drängen des Verwaltungsgerichts Regensburg die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb Iberl am ursprünglichen Standort im Außenbereich von Woffenbach erteilt, wurde am Donnerstag bestätigt. Damit hat Iberl jetzt zwei gültige Baugenehmigungen, bezogen auf zwei Standorte auf jeweils eigenem Gelände, von denen er wahlweise Gebrauch machen kann.
Die Entscheidung liegt nun bei Iberl, ob er sich "in Anbetracht der Einwände der Bürgerinitiative" für den entfernteren Standort entscheidet oder für den ursprünglichen, hieß es am Donnerstag aus dem Neumarkter Rathaus.
Oberbürgermeister Thomas Thumann bedauert, dass seine "jahrelangen Bemühungen als Vermittler zwischen der Bürgerinitiative und dem Bauwerber bisher noch nicht zu dem gewünschten Alternativstandort allein geführt haben", hieß es weiter. Ziel seines Einsatzes sei es gewesen, zu einem gedeihlichen Miteinander zwischen dem Bauwerber und den in der Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Bewohnern und Betroffenen beizutragen.
Für den Alternativstandort hatte die Stadt schon im Juli 2010 die Baugenehmigung erteilt.
Quelle: www.neumarktonline.de






Metzger zieht gegen Stadt vor Gericht

Zwist Richard Iberl will nun doch in Woffenbach seine Schweinemast bauen und die Stadt auf Schadensersatz verklagen.

04.12.2010. Metzgermeister Richard Iberl ist wütend. Eine Frechheit sei es, wie die Stadt mit ihm umgehe. Auslöser für seinen Zorn ist ein Fax der Stadt, das ein weiteres Kapitel in der seit vier Jahren andauernden Geschichte um Iberls geplanten Schweinemaststall aufschlägt.

Das Schreiben erreichte den Metzger am 8.November. Darin teilt die Rechtsabteilung in Namen von Oberbürgermeister Thomas Thumann mit, dass sie die Erschließungskosten – Iberl spricht von 70000 Euro – für den Baustandort nahe Rittershof nicht übernehmen werde. Rechtlich sei das nicht zulässig. Das gleiche gelte für Anwaltskosten und Umplanungskosten.

Das Projekt ist bei Bewohnern von Ritterhof ebenso unbeliebt wie bei einigen Woffenbachern. Denn dort hätte vor vier Jahren der Schweinestall ursprünglich entstehen sollen. Damals hatten sich Iberl und die Stadt jedoch auf den alternativen Bauplatz geeinigt. Thumann soll damals zugesichert haben, dass die Stadt die Erschließungskosten samt Anwaltskosten und Umplanungskosten übernehme. Dies würden auch E-Mails bestätigen, behauptet Iberl, der sich betrogen fühlt.

Besonders ärgert ihm das Angebot der Stadt, „ausnahmsweise“ die Umplanungskosten von maximal 2000 Euro zu übernehmen. Im Schreiben heißt es weiter, dies könne nur geschehen, wenn Iberl den erfolgreich abgeschlossenen Bauantrag für den Baustandort in Woffenbach zurücknimmt und sich samt möglicher Rechtsnachfolger verpflichtet, dort niemals einen Schweinestall zu bauen.

Iberl will aber in Woffenbach bauen. Dort würden die Erschließung nur rund 1000 Euro kosten. Zudem will er die Stadt auf Schadensersatz für die entgangenen Einnahmen in den vergangenen vier Jahren verklagen.
Quelle: www.mittelbayerische.de



Zurück auf null: Schweinemast am Ortsrand
Nach vier Jahren Verhandlungen reicht es Metzgermeister — Stadt wollte Kosten für Erschließung nicht tragen

04.12.2010. Die Uhren werden zurückgedreht auf null: Der Woffenbacher Metzgermeister Richard Iberl sieht sich von der Stadt getäuscht und stellt den Aussiedlungsplan hintan; er will seinen neuen Schweinemaststall nun am alten Standort direkt am Ortsrand errichten. OB Thumann kann da nur noch den Kopf schütteln.
Jetzt soll der Schweinemast-Stall wieder am ursprünglichen Standort direkt am Ortsrand gebaut werden.

Richard Iberl ist der Frust anzuhören: Nach vier Jahren Verhandlungen mit der Stadt hat ihn dieser Tage ein Brief der Kommune ereilt, der ihn den Bettel hinwerfen ließ. „Die Stadt hat gesagt, sie zahlt die Erschließungskosten, wenn ich da nauf geh - und jetzt heißt es, das muss ich selber zahlen“, sagt er. Da spiele er nicht mit, dann werde er eben am Standort direkt am Ortsrand bauen.

„Da nauf“: Das war ein nach langen Verhandlungen gefundener Kompromiss, weit weg von Woffenbach, aber so nahe dran an Rittershof, dass dort die Bürger protestierten. Das war vorher in Woffenbach der Fall gewesen, weshalb der OB versucht hatte, den Frieden durch die Aussiedlung wieder herzustellen. Der Stall hätte nun an der Ortsverbindungsstraße zwischen Woffenbach und Tyrolsberg entstehen sollen, auf der leichten Anhöhe, bevor es rechts rüber geht nach Rittershof und dann hinauf auf den Tyrolsberg.

Rund 70000 Euro hätte die Erschließung des Areals gekostet, sagt Iberl: „Und der Bürgermeister hat in den Gesprächen mit mir gesagt, das übernehmen die Stadtwerke.“ Auf einen Vertrag habe er nicht bestanden, sagt der Metzgermeister, er habe sich auf das Wort verlassen, „in Emails steht es aber auch drin“. Außerdem habe der Bürgermeister ihm gesagt, dass er es schon verstehe, dass die Stadt für die Anwaltskosten aufkommen müsse.

Nun ereilte ihn mit Datum 8. November ein Schreiben der Stadt, in dem diese im Vorgriff auf einen für den 12. November geplanten Termin beim OB seinem Rechtsanwalt schreibt, dass eine Übernahme der Rechtsanwaltskosten nicht möglich sei; es sei auch nicht möglich, die Strom- und Wasseranschlusskosten zu tragen. Gleichwohl würde die Stadt bestimmte Kosten wie für die Umplanung übernehmen. Unter der Bedingung, dass Iberl den Bauantrag für das alte Areal zurück nehme und sich verpflichte, dass weder er noch seine Erben je wieder einen Bauantrag dafür stellen würden. Eine Übernahme der Erschließungskosten weise der OB zurück; dies sei auch nie Gegenstand der Gespräche gewesen. Das hat Iberl ganz anders in Erinnerung, der nun die Gerichte bemühen will; nicht nur, um zu seinem Recht zu kommen, sondern auch zu Schadensersatz. Schließlich laufe die Geschichte schon seit vier Jahren.

„Ich habe immer betont, wie dankbar ich bin, dass wir noch über einen anderen Standort verhandeln, denn schließlich hat Iberl ein Recht, dort am Ortsrand zu bauen“, sagt OB Thumann. Er habe aber nie gesagt, dass die Kommune die Erschließungskosten übernehmen könne; „Ich habe gesagt, wir werden unser Möglichstes tun“, so der OB. Deshalb sei es auch kein Thema gewesen, die Umplanungskosten zu tragen; was aber die Rechtsanwaltskosten angehe, so Thumann, da gehe nichts. Über die Erschließungskosten sei bisher auch nie gesprochen worden, sagt er. Es wird, wie es derzeit aussieht, auch keine Möglichkeit mehr geben, darüber zu sprechen. Das Gespräch am 12. November ist geplatzt. Und der Metzgermeister pocht jetzt auf sein Recht, das er schon vor vier Jahren hatte. Er will am alten Standort bauen.
Quelle: www.nordbayern.de








Mast = Folter

23.04.2010. Unbekannte haben das Gebäude der Metzgerei Iberl besprüht.
Wie bereits mehrfach gemeldet wurde der Schweinemastbetrieb dem Metzger Richard Iberl in ca. 1 Kilometer Luftlinie vom Ortsrand entfernt am "Stockfeld" genehmigt. 





Schweinemastbetrieb genehmigt
09.02.2010. Die langjährige Debatte um einen Schweinemastbetrieb in Woffenbach scheint ein glückliches Ende zu nehmen: Der Bausenat genehmigte dem Metzger Richard Iberl in seiner Sitzung am Montagabend die Anlage in ca. 1 Kilometer Luftlinie vom Ortsrand entfernt am "Stockfeld" zu bauen.

Dort soll ein Mastbetrieb mit einer Bergehalle, einem Maststall und einer Güllegrube entstehen, hier sollen 288 Tiere untergebracht werden. Seit der Metzger im März 2007 seinen Bauantrag erstmals vorgebracht hatte, hatte es immer wieder Ärger um die Pläne gegeben. Die Stadträte des Bausenats waren am Montagabend durch die Bank zufrieden mit der Lösung.

Änderungen dürfte es nun nur noch bezüglich der Nähe des Betriebs zur Kreisstraße geben da ein Anbauverbot von 15 m (Abstand zur Kreisstraße) noch nicht eingehalten ist,  dies wird aber vom Straßenbaulastträger gefordert.




Ende absehbar ?
15.01.2010. Die "Unendliche Geschichte" um eine geplante Schweinemast könnte jetzt doch noch ein schnelles Ende finden. Mit der nächsten Sitzung des Senats am 08.Februar könne in der Debatte um den Mastbetrieb eine Einigung erzielt werden.
Der Stall ist für 288 Schweine ausgelegt.
Wie im letzten Oktober war nach Jahren des Streits um einen Standort eine neue Alternative erwogen worden, die alle Seiten zufrieden stellen könnte. Jetzt scheint es so, als ab die Schweinemast für knapp 300 Tiere nebst Güllegrube am "Stockfeld" gebaut werden soll - an der NM 24 und damit relativ weit von den Wohngebieten entfernt.

Quelle: www.neumarktonline.de
  





Lösung in Sicht

04.12.2009. Zum geplanten Schweinemastbetrieb in Woffenbach ist "eine Lösung in Sicht", hieß es beim Bürgergespräch der UPW.

Bei der Zusammenkunft in Woffenbach, an der auch Oberbürgermeister Thomas Thumann teilnahm, wurden dazu allerdings keine Details bekannt gegeben. "Mit dem neuen Standort sind sowohl der Betreiber als auch die Bürgerinitiative einverstanden", hieß es allerdings.
Quelle: www.neumarktonline.de




Alternativ-Standort für den Schweinemastbetrieb

22.10.2009.
Die "unendliche Geschichte" eines Schweinemastbetriebs in Woffenbach dauert noch ein bißchen - aber es ist ein Ende abzusehen. Metzger Richard Iberl und OB Thomas Thumann haben sich darauf verständigt, einen weiteren Alternativ-Standort zu untersuchen.

Außerdem kam man überein, daß der Bausenat in seiner Sitzung am nächsten Montag nicht über den bereits auf der Tageordnung stehenden Antrag zur Errichtung des Mastbetriebs auf dem ursprünglich vorgesehenen Standort entscheiden wird. Gegen diesen Standort hatte es wegen der Nähe zur Wohnbebauung und zu einer Fabrik schon vor zwei Jahren erhebliche Proteste von den Bürgern, aber auch vom Fabrikbesitzer gegeben.

Nach den Protesten vor zwei Jahren hatte OB Thumann zahlreiche Gespräche mit der damals gegründeten Bürgerinitiaitive, mit dem Besitzer der Kunststoff-Fabrik und auch mit Iberl geführt. Insgesamt seien rund zehn alternative Standorte überprüft worden, erinnerte sich Thumann am Donnerstag.

Letztlich fand man damals auch einen Standort weiter entfernt von der Bebauung, mit der - wie es schien - alle Seiten leben konnten. Es wurden von Iberl schon Planskizzen eingereicht und die beteiligten Fachstellen kündigten "Grünes Licht" für die Planungen an.

Allerdings war dies alles Makulatur, als im Sommer dieses Jahres ein Schreiben von Iberls Rechtsanwalt eintraf, in dem wieder auf eine Entscheidung zum Bau auf dem ursprünglichen Standort gedrängt wurde. Der überraschte Neumarkter Bausenat vertagte daraufhin das Thema, die CSU warf in einer Stellungnahme dem Rathaus Untätigkeit vor und OB Thomas Thumann wies die Vorwürfe entschieden zurück.

Das Durcheinander war zu diesem Zeitpunkt komplett: Jetzt schaffte es Thumann offensichtlich, die Beteiligten noch einmal an einen Tisch zu holen. Bei diesem vom OB als "sehr konstruktiv und kooperativ" bezeichneten Gespräch wurde ein weiterer Alternativ-Standort aus dem Hut geholt - noch weiter westlich von der Bebauung entfernt als der letzte Alternativ-Ort.

Dieser Standort hat für Iberl den Vorteil, daß der Grund bereits in seinem Besitz ist. Man kam überein, zügig die Verwirklichung des Bauvorhabens an diesem Ort zu überprüfen. Eine Entscheidung über den ursprünglichen Standort verschwindet gleichzeitig - mit Iberls Zustimmung - von der Tagesordnung des Bausenats.

Jetzt sollen beide Seiten zügig ihre "Hausarbeiten" erledigen, hieß es am Donnerstag. Dann stehe einem weiteren Gespräch und vielleicht einem Ende der unendlichen Geschichte nichts mehr im Wege.
Quelle: www.neumarktonline.de


Die bisherigen Pressemitteilungen:

Schweinemastbetrieb Woffenbach
Keine Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb am Montag, die Baugenehmigung wurde vertagt (Mehr...)
 

Leserbrief vom 16.09.2009 zum Schweinemastbetrieb von Ursula Plankermann (Mehr...)
    
Treffen der Mitstreiter gegen den Schweinemastbetrieb
Am 23.09.09 trifft sich die Bürgerinitiative. Jeder Einwohner von Woffenbach, der ernsthaft daran interessiert ist, den Schweinemastbetrieb zu verhindern, sollte unbedingt teilnehmen.
 (Mehr...)
Pressemitteilung des CSU-OV Woffenbach (Mehr...)




Schweinemast Woffenbach            
                     16.9.2009
OB Thumann hat in der Sache Schweinemast Woffenbach wieder einmal eine äußerst unglückliche Hand. Es hat den Eindruck, als ob er in dieser Sache nach der letzten öffentlichen Aufregung nicht mehr viel unternommen hat. Um wieder Bewegung in die Sache zu bringen, hat der Landwirt Iberl wieder einen Bauantrag eingereicht - auf dem ursprünglich geplanten Grundstück. Rechtsdirektor Kohler erklärte ganz klar, daß Landwirt Iberl einen Rechtsanspruch auf die Baugenehmigung habe und er eine Ablehnung nur auf schriftliche Weisung machen werden. Wobei man wissen muß, daß es seit 2007 im Prinzip nur mehr darum geht, wer die Mehrkosten bei einem Standortwechsel zu zahlen hat.
Quelle: http://www.flitz-neumarkt.de/




Treffen der Mitstreiter gegen den Schweinemastbetrieb

Am
23.09.09 trafen sich die Bürgerinitiative in der Sportgaststätte zur Au. Jeder Einwohner von Woffenbach, der ernsthaft daran interessiert war, den Schweinemastbetrieb zu verhindern, konnte teilnehmen.

16.09.2009. Nachdem der Bauantrag des Herrn Iberl ist erneut in der Stadtratssitzung vom Montag, 14.09.09 vertagt worden ist, hat der Neumarkter Stadtrat entschieden, dass der OB noch einmal versuchen soll und bevollmächtigt wird, mit H. Iberl zu sprechen, um den bereits vorbesprochenen Kompromiss-Standort in der Nähe des Tyrolsbergs wieder ins Gespräch zu bringen.

Trotz all dieser Bemühungen müssen wir von der Bürgerinitiative juristisch abklären lassen, wie hoch unsere Chancen stehen, ob wir zivilrechtlich gegen die Baumaßnahme vorgehen können. Denn wenn die Ablehnung des Bauantrages durch den Stadtrat, durch die Genehmigung des Landratsamtes Neumarkt oder der Regierung der Oberpfalz ersetzt wird, haben wir zu handeln.




Keine Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb
Am Montag, den 14.09.09 stand die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb des H. Iberl auf der Tagesordnung der Bausenatssitzung. Der Stadtrat hat auf Antrag der CSU entschieden, dass der H. OB Thumann noch einmal versuchen soll, mit H. Iberl zu sprechen, um den bereits vorbesprochenen Kompromiss-Standort in der Nähe des Tyrolsbergs ins Gespräch zu bringen.

In der nächsten Bausenatssitzung am 26.10.09 kommt der Schweinemastbetrieb dann wieder auf die Tagesordnung.





Schweinemastbetrieb auf der Tagesordnung
13.09.2009. Am Montag, den 14.09.09 ist der Schweinemastbetrieb des H. Iberl auf der Tagesordnung der Bausenatssitzung. Wie man hört soll die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb (Standort gegenüber dem Münchner Ring) des Herrn Iberl erteilt werden.
Viele Bürger des Stadtteils von Woffenbach sind sehr bestürzt und traurig, denn es scheint wohl nicht gelungen zu sein, einen Alternativstandort zu finden. Nach Aussage der Juristen, Sachbearbeiter und "sog. Berater" im Bauamt muss die Genehmigung erteilt werden, weil die Gegenseite jetzt mit Schadenersatz droht.

Die betroffenen Bürger haben Angst, dass sie in Zukunft nicht mehr in den Garten gehen können, weil ein Schwarm Fliegen und immenser Gestank sie erschlägt. Wer möchte da noch wohnen?
Das komplette Leben in unserem Stadtteil hat dann für 1000 - 2000 Menschen keine Lebensqualtität mehr.

Der Oberbürgermeister hat Schaden von der Stadt abzuwenden und muss auch besorgt sein, um das Wohl und die Unversehrtheit seiner Bürger, des Altenheims und auch der Gewerbebetriebe,  die im Umfeld bereits vorhanden sind und auch einen Bestandsschutz haben.
Auf der einen Seite wird um irgendwelche Erschließungskosten im inneren Stadtbereich gefeilscht, für Randgruppen (z.B. Skater) und Grünanlagen wird ordentlich Geld ausgegeben, aber für Menschen, die in unserem Stadtteil leben, wird nichts in die Hand genommen.
In Woffenbach ist der Teufel los, wenn Iberl an der von ihm beantragten Stelle bauen darf. Die Anwohner werden das nicht tatenlos hinnehmen.
Der Gemeindefrieden ist in Gefahr, und das möchten die Woffenbacher den Verantwortlichen eindringlich ins Bewusstsein führen.

Die Woffenbacher bitten, die Mitglieder des Bausenats ein Zeichen zu setzen. Dann liegt es wohl an H. Iberl, die Baugenehmigung einzuklagen. Und der Schadenersatz für die paar Schweine überwiegt bei weitem nicht das Wohl der Bürger, das auf dem Spiel steht.
Und ob der Schadenersatz dann wirklich zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten, wenn die Gerichte sich gegen den Bauantrag entscheiden und ihn für nicht rechtens erklären.
Die Mitstreiter von der Bürgerinitiative werden wohl nicht umhin kommen, rechtliche Schritte zu überlegen, falls die Genehmigung befürwortet und der Stadtrat sich gegen uns entscheidet.





"Unendliche Geschichte"
Der geplante Schweinemastbetrieb in Woffenbach entwickelt sich immer mehr zur "unendlichen Geschichte". Kaum mehr Hoffnung für Bürgerinitiative

25.04.08. Oberbürgermeister Thomas Thumann brauchte einige Minuten, um alle die Termine der Gespräche aufzuführen, die in dieser Angelegenheit in den letzten Monaten schon geführt wurden. Da hatte der Landwirt nach Protesten in Woffenbach seinen Bauantrag zurückgenommen, dann die Wiederaufnahme verfügt, da gab es Gespräche mit der Bürgerinitiative und dem benachbarten Plastik-Fabrik, da wurden Alternativ-Standorte erwogen und wieder verworfen - letzter Stand ist jetzt, daß der Landwirt den Mastbetrieb am ursprünglich geplanten Standort bauen will (wir berichteten mehrfach).

Eins ist klar: es gibt keine Grund, dem Bauherrn die Zustimmung zum Bauantrag zu versagen. Die Stadt hat eigens ein Rechts-Gutachten bei einem Nürnberger Fach-Anwalt angefordert, ob der Erlass einer sogenannten "Veränderungssperre" möglich wäre. Dazu bräuchte man aber einen Bebauungsplan, in dem auch konkrete Bauvorhaben aufgeführt wären - und solche gibt es eben nicht.

OB Thumann schlug vor, ein weiteres Gutachten in Betracht zu ziehen, in dem konkret die mögliche Belästigung unter Einbeziehung von vorherrschenden Windrichtungen untersucht werden.

SPD-Sprecherin Gertrud Heßlinger kritisierte dagegen das "Rum-geeiere" - "entweder sagen wir ja oder nein - dann muß der Landwirt halt klagen!"
Ähnliche Worte kamen von CSU-Fraktions-Chef Dr. Heinz Sperber: "Mir sind hunderte von Bürgern wichtiger als ein Landwirt!" UPW-Sprecher Dr. Werner Mümmler sah eine "Gratwanderung" und riet, die Möglichkeiten eines neuerlichen Gutachtens - wie vom OB vorgeschlagen - zu prüfen.

So wurde es dann auch beschlossen.

Quelle: www.neumarktonline.de





Schweinemast: Kanzlei prüft komplexe Sachlage

30.11.2007. Zunächst auf Eis gelegt hat der Stadtrat am Mittwochabend die Diskussion um einen Schweinemastbetrieb in Woffenbach. Der Grund: Wegen der komplexen Sachlage und des juristisch heiklen Themas hat Oberbürgermeister Thomas Thumann eine externe Kanzlei aus Nürnberg damit beauftragt, die komplette Situation gutachterlich zu überprüfen. Diese Stellungnahme sei allerdings noch nicht eingetroffen.
Theoretisch, so informierte Thumann, könnte der Antragsteller, Metzger Richard Iberl, ab dem 30. November zwar eine Untätigkeitsklage gegen die Stadt einreichen, weil diese noch keinen Beschluss getroffen habe. Er habe jedoch mit ihm darüber gesprochen und Iberl werde bis auf Weiteres keine derartige Klage einreichen.
Übereinstimmend erklärten alle Vertreter der Stadtratsfraktionen, sie hielten den eingeschlagenen Weg, mit allen Parteien Dialog zu führen, für den richtigen.
Quelle: www.mittelbayerische.de



Schweinemastbetrieb in Woffenbach
Da Sie bisher nicht auf unseren Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens mit Veränderungssperre eingegangen sind, was bei den betroffenen Bürgern und Mitarbeitern der Kunststoff-Fabrik gelinde gesagt auf Unverständni9s stößt und kein gutes Licht auf den Stadtrat wirft, beantrage ich: Analog dem Verfahren bei Ausweisung eines Sondergebietes Windkraft soll ein Sondergebiet „Schweinemast“ im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden. Damit kann der ganze Vorgang sicher für alle Beteiligten zu einem guten Ende geführt werden.
Hans Walter Kopp
Stadtrat Freie Liste Zukunft




Bürger befürchten Gestank, Gülle und Geschäftseinbußen 

BI "Keine Schweinemast in Woffenbach" sammelte Unterschriften
 
23.10.2007. Eine Liste mit 3016 Unterschriften, mit denen die Unterzeichner gegen den Bau einer Schweinemastanlage in Woffenbach protestieren, haben Vertreter der Bürgerinitiative "Keine Schweinemast in Woffenbach" gestern an Oberbürgermeister Thomas Thumann überreicht. Dieser will nun mit Metzger Richard Iberl, der den Antrag gestellt hat, sprechen.
 
Der Sitzungssaal des Rathauses war gestern gut gefüllt, so viele Schweinemast-Gegner wollten bei der Übergabe der Unterschriften dabei sein. Viele von ihnen sind Anwohner aus Woffenbach, die befürchten, dass von der Anlage eine erhebliche Geruchsbelästigung ausgeht. "Es kann nicht 365 Tage im Jahr bei uns stinken", sagte Ursula Nießen, eine Sprecherin der Initiative. Es gehe nicht nur um den Schweinestall, sondern auch um die anfallende Gülle. "Wir haben fast immer Westwind", sagte Nießen mit Blick auf die Lage des geplanten Betriebs. Außerdem befürchten viele Bürger, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Die in der Nähe gelegene Kunststofffabrik fürchte um ihre Aufträge, weil ihre Produkte - darunter Haushaltsfolie - durch Fliegen, die die Mastanlage anziehe, verunreinigt würden. Auch das benachbarte Seniorenheim bekomme wohl Probleme, wenn es in der Umgebung ständig stinke, sagte Nießen: "Wenn niemand mehr dort wohnen will, sind weitere Arbeitsplätze gefährdet." Nießen betonte, niemand habe etwas gegen Iberl persönlich. Vor der Demonstration habe die Initiative sich mit ihm zu Gesprächen getroffen. Es gehe aber um den dörflichen Frieden. Die 3016 Unterschriften entsprächen etwa acht Prozent der Einwohner in Neumarkt. Dies zeige, dass sich nicht nur die Anwohner Sorgen um die Lebensqualität machten.

Oberbürgermeister Thumann freute sich über die "sachliche Art der Auseinandersetzung" und versprach, mit allen Kräften nach einer Lösung für beide Seiten zu suchen. Er bat um Verständnis, dass er dabei eine neutrale Haltung bewahren wolle.
Quelle: www.mittelbayerische.de




Appell zur Vernunft an Schweinemastbetreiber

18.10.2007 Die UPW-Fraktion im Stadtrat und Vorstandschaft appelliert an den Schweinemastbetreiber, seinen geplanten Betrieb nicht in der vorhandenen Wohnbebauung in Woffenbach zu errichten. Hier muss Rücksichtnahme zur Bevölkerung absoluten Vorrang haben,
auch dann, wenn das Projekt aus rechtlicher Sicht an diesem Standort durchsetzbar wäre.

Veränderungssperren und sonstige Blockaden, wie von FLITZ gefordert, sind der absolut falsche Weg und führen nur zu noch mehr Streitigkeiten und bringen die Sache keinen Schritt weiter. Die UPW ist der Meinung, dass man ohne diese derzeitig hoch gekochten Emotionen und Polarisierungen den Weg in vernünftige Überlegungen suchen sollte.

Der Einsicht des Investors muss aber auch Verständnis seitens der Bürger für sein Vorhaben entgegen gebracht werden, um gemeinsam in notwendigen sachlichen Gesprächen endlich Vernunft walten zu lassen.
Dies setzt aber auch einen gegenseitigen Respekt im Umgang miteinander voraus und sollte als oberstes Gebot schnellstens angestrebt werden.
Ein Schweinemastbetrieb kann nach Ansicht der UPW nur Akzeptanz in der Bevölkerung finden, wenn eine Beeinträchtigung der Wohnbebauung langfristig, auch bei einer evtl. späteren Erweiterung des Betriebes ausgeschlossen erscheint. Dazu ist eine gründliche Grundstücksanalyse für geeignete Sonder- bzw. Gewerbegebietsflächen unentbehrlich.

Bernhard Lehmeier
1.Stellv. Vorsitzender UPW
Anmerkung von FLitZ zu dieser Stellungnahme




Leserbrief vom 16.10.2007
zum Schweinemastbetrieb
Eigentlich bin ich froh, dass die BI um Frau Nießen gegen den Schweinemastbetrieb nun endlich auch zu der Erkenntnis gekommen ist, dass man in der Sache einen vernünftigen Kompromiss braucht. Die Frage ist nur, warum kommt diese Erkenntnis so spät und erst, nachdem man erst einmal eine Menge Porzellan zerschlagen hat?

Die Behauptung, man habe die Konfrontation ja nicht gesucht, ist einfach zu dünn, zu durchsichtig und wenig glaubhaft.

Wenn man das alles nicht wollte, warum hat man dann mit Richard Iberl nicht vorher gesprochen, bevor man Leserbriefe schreibt und Unterschriften sammelt? Diese Vorgehensweise kann ich nicht gut heißen und das habe ich den Demonstranten auch deutlich gesagt. Die Ähnlichkeiten mit dem Unwort aus der Inquisition drängen sich einfach auf, ob es der Bi passt oder nicht. Und außerdem verhält man sich nicht so, wenn man wirklich in der Sache einen gangbaren Weg für alle Beteiligten finden will. Dass Frau Nießen laut ihrer eigenen Aussage Richard Iberl bis zur Demonstration offensichtlich gar nicht persönlich gekannt habe, spricht für sich.

Natürlich nehmen wir die Befürchtungen der Anwohner ernst, wir sind ja selber welche. Aber aufgeregter Aktionismus bringt uns nicht weiter. Die öffentliche Frage eines Demonstranten, was der Herr Iberl uns bezahlt hat, dass wir uns auf seine Seite stellten ist schon eine Klasse für sich.  Müssen meine Kollegin Gertrud Heßlinger und ich jetzt auch beleidigt sein und uns diffamiert fühlen? Wir überlegen es uns noch.

Dass wir uns um eine größtmögliche Neutralität bemühen, obwohl wir auch persönlich betroffen sind, habe ich zu Beginn der Diskussion bei der Demo gesagt und das meine ich auch so.

Wenn wir überhaupt auf einer Seite sind, dann auf der der Woffenbacher. Aber zu den Woffenbachern gehört eben auch Richard Iberl.

Wir haben mit ihm vor der Demo mehrfach gesprochen und er hat uns seine Bereitschaft zu einer Standortverlagerung seines Vorhabens signalisiert. Seine Bereitschaft gibt es nach wie vor und wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, kann an einem runden Tisch der Weg zum Kompromiss neu beschritten werden. OB Thumann hat am Montag im Bausenat bestätigt, diesen Gesprächskreis einzuladen. Wir sind überzeugt, dass sich ein für alle gangbarer Weg finden lässt und bedauern sehr, dass nicht alle Stadtratskollegen der Mehrheitspartei, die sich sonst immer für Woffenbach verantwortlich schreiben, in Erscheinung getreten sind. War ihnen das Eisen zu heiß? Wo sehen sie ihre Verantwortung für unser liebenswertes Dorf?

Apropos Dorf. Einige Demonstranten wollten uns weiß machen, dass wir hier in Woffenbach nicht auf dem Land, sondern in der Stadt wohnen. Klar gehört Woffenbach laut Gebietsreform von 1972 zur Stadt, weiß jeder. Trotzdem leben wir hier nach wie vor in unserem Dorf und fühlen uns auch wegen seiner immer noch ländlichen Struktur sehr wohl. Vielleicht braucht man etwas länger als eine Immobilienspekulationsphase dazu, um das zu fühlen.

Woffenbach muss sauber bleiben, das haben wir auf einem Demostrantenhemd gelesen.  Das unterschreibe ich gerne. Aber was ist schon Sauberkeit, wo fängt sie an, wo hört sie auf? Liebe BI, im Zwischenmenschlichen ist sie am meisten gefordert.

Ursula Plankermann
Woffenbach
Tyrolsbergerstrasse 18



 

CSU: Schweinemastbetrieb am geplanten Standort wohl nicht realisierbar!

Der problematische Standort des Schweinemastbetriebes und die Befürchtungen der Anwohnerschaft sind der CSU seit der ersten Antragstellung vor etwa einem halben Jahr bekannt. Damals wies die CSU deutlich auf das sich anbahnende Problem hin. Als Reaktion darauf und wegen des wachsenden Widerstands der Anwohner wurde der Antrag zur Errichtung eines Schweinemastbetriebes in Woffenbach zurückgezogen. Der gleiche Antrag mit dem identischen Standort wurde nun vor einigen Wochen erneut gestellt.  

Deshalb führte die CSU-Fraktion am Freitag mit dem Antragsteller, dem Landwirt und Metzger Richard Iberl, ein klärendes Gespräch. Teilnehmer waren Bürgermeister Ferdinand Ernst, Landtagsabgeordneter Herbert Fischer, stellv. Fraktionsvorsitzender Dr. Heinz Sperber sowie Meinrad Spinner als Vertreter der CSU-Woffenbach.

Einigkeit bestand darin, dass der derzeit beantragte Standort nicht realisierbar ist. Mit Herrn Iberl wurden vernünftige und machbare Alternativstandorte, die es weiter westlich vom geplanten Standort durchaus gibt, durchgesprochen. Anschließend überzeugte man sich bei einer Ortsbesichtigung von der Lage der Alternativstandorte in der Landschaft.

Um die Alternativen voranzubringen, müssen zunächst von der Stadt die Möglichkeiten und  Kosten der Erschließung geprüft werden. Hierzu wird die CSU-Fraktion unverzüglich entsprechende Anträge einbringen.

Die seit Wochen von CSU-Stadtrat Dr. Sperber mit der Bürgerinitiative und dem Unternehmer Siegfried Schneider geführten Gespräche werden fortgesetzt.

Das Gespräch mit Herrn Iberl zeigte, dass alle Beteiligten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind.

Für die CSU-Fraktion:
Dr. Heinz Sperber
Altenhofweg 26
92318 Neumarkt

 



Demo gegen Schweinemast


13.10.2007.
Müssen die Bürger von Woffenbach ständig ihre Lebens- und Wohnqualität durch Bürgerinitiativen erkämpfen? Nachdem sie einen umstrittenen S-Bahn-Halt abgeschmettert haben, drohen ihnen neue Unannehmlichkeiten, gegen die sie sich vehement zur Wehr setzen.

Metzger Richard Iberl beabsichtigt  einen Mastbetrieb für 200 Schweine zu errichten. Dagegen laufen die Anwohner Sturm und vor allem der Inhaber und die Mitarbeiter des angrenzenden Kunststoff herstellenden Unternehmens fürchten um ihre Existenz und ihren Arbeitsplatz. Der Grund: die Fliegen aus den Schweineställen könnten heuschreckenartig in den Betrieb einfallen und die Folien-Produkte verunreinigen. "Wer will schon eine tote Fliege in seiner Toastbrotverpackung eingeschweißt bekommen?", empört sich der 75 Jahre alte Firmenchef von PE, Siegfried Schneider. Seine Abnehmer würden das nicht hinnehmen und sich andere Lieferanten suchen.

Deshalb fürchten auch die Mitarbeiter des kunststoffverarbeitenden Betriebs um ihre Arbeitsplätze, zumal ihr Chef unmissverständlich damit gedroht hat, das Werk zu schließen, wenn er - ihrer Meinung nach - "diesen missliebigen Schweinemäster" als Nachbarn hineingedrückt bekommt.

Aus diesem Grunde formierte sich eine Bürgerinitiative, die am Samstag vor der Metzgerei Iberl in Woffenbach ihren Unmut mit Plakaten und Spruchbändern zum Ausdruck brachte. Kurioserweise richtete sich die Kritik nicht nur gegen den angeprangerten Metzgermeister, sondern auch gegen die anwesenden SPD-Stadträtinnen.

Vor allem Ursula Plankermann wurde heftig attackiert und ihr vorgeworfen, sie sei von Iberl "gekauft". Diese wiederum konterte damit, dass hier gegen Iberl eine "Hexenjagd" veranstaltet werden würde.

Die Wogen versuchte Stadträtin Gertrud Heßlinger zu glätten, indem sie auf die nächste Bausenatsitzung am Montag verwies, in der dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden muss, nachdem vorher ein "runder Tisch" mit allen Beteiligten nicht zustande gekommen war.

Auch Richard Iberl ("Ich halte das nicht mehr aus") ist an einer gütlichen Einigung gelegen, was er im Gespräch mit den Demonstranten durchblicken ließ. An dem Mastbetrieb werde er allerdings festhalten und einer ortsferneren Errichtung nur dann zustimmen, wenn die Erschließung gesichert sei.

Noch sind also die Fronten nicht so verhärtet, dass nicht doch noch eine Einigung oder ein Kompromiss erzielt werden kann. Nach der Bausenatsitzung am Montag sollten sich in den nächsten Tagen alle Betroffenen doch noch zu einem "runden Tisch" durchringen, meint Stadträtin Gertrud Heßlinger, dass am Ende ein gutes Ergebnis heraus kommt, das alle Beteiligten aufatmen und sagen lässt: "Schwein gehabt!"

Quelle: www.neumarktonline.de                                                    Erich Zwick





Metzger Iberl: "Bei mir gibt es keine Fliegen"

06.10.2007 Bau einer Schweinemastanlage soll wie geplant über Bühne gehen / Nicht gegen Grundstückstausch

(ws). Metzger Richard Iberl versteht die Welt nicht mehr. "Es gibt doch gar keine Fliegen, vor denen man sich fürchten kann", sagt der 46-Jährige und meint dies in Zusammenhang mit seinem geplanten Bau einer Schweinemastanlage. Dagegen wollen die Kunststofffabrik Schneider und Anwohner mit einer Demonstration am 13.Oktober zu Felde ziehen.

Bislang hat sich der Metzger mit öffentlichen Meinungsäußerungen zurückgehalten. Doch jetzt reichte es dem 46-Jährigen, er setzte zum Konter an. "Außerhalb meines Schweinestalles gibt es ja gar keine Fliegen", sagte Iberl und verwies auf das Belüftungssystem, das die Außenluft anzieht und die verbrauchten "Düfte" über Ventilatoren durch den Kamin bläst. Fliegen oder ähnliche Tierchen können dadurch gar nicht nach außen kommen, sagte Iberl, der in der letzten Zeit jede Menge mit Gegnern seines Vorhabens zu tun hatte.

"Es reichte mir einfach"

Der Metzger, der mitten in Woffenbach sein Schlachthaus und auch sein Geschäft hat, hat bekanntlich zum zweiten Mal seinen Bauplan bei der Stadt eingereicht. Den ersten Antrag zog er im Juli zurück, nachdem ihn Anwohner und Kunden "bearbeitet" hatten. Mit dem Argument, bei ihm stinke es, hatte man sogar das Gewerbeamt auf den Plan gerufen. Die Teilnahme an einem runden Tisch, bei dem ihm von der Stadt ein Grundstückstausch offeriert worden wäre, sagte er damals ab. "Es hat mir kurzzeitig einfach gereicht", sagte der Woffenbacher im Nachhinein.

Doch schon bald beruhigte sich der Metzger wieder. Nach Abklärung aller Argumente brachte er das Papier wieder ein. Es sieht die Errichtung eines 30 mal zehn Meter großen Stalles für 260 Schweine vor. Daneben sollte später noch eine 30 mal 16 Meter große Bergehalle gebaut werden. Die Güllegrube, in die der Schweinemist unterirdisch gepumpt wird, hat einen Durchmesser von 12,50 Meter und ist vier Meter tief.

150 000 Euro will der Metzger für den Stall auf den Tisch legen. Ob er an der geplanten Stelle oder der eines Grundstückes, das der Stadt gehört, bauen werde, das ließ Richard Iberl offen. Wichtig sei es, dass Strom- und Wasserleitung vorhanden seien. Iberl sagte zudem, sein Stall sei nur für ein Zehntel der Größe, die er bauen dürfte, ausgelegt.

Durch den Ventilator kommt keine Fliege nach draußen.
Quelle: www.mittelbayerische.de




Schweinemastbetrieb an der Ortsgrenze in Woffenbach
Wir, die PE-KUNSTSTOFF-FABRIK WOFFENBACH, liegen 180 m östlich des geplanten Schweinemastbetriebes.
Es ist damit zu rechnen, dass durch die obige Anlage neben dem bekannten Schweinestallgestank, eine erhebliche Insektenplage auf uns zu kommt.
Es ist trotz Fliegengitter nicht zu vermeiden, dass Insekten an den Folien haften und somit in Lebensmittel-, Watte- und Medizinische Verpackungen kommen.

Ihr PE-Kunststoff-Fabrik-Team


 

Zweiter Antrag für Schweinemastbetrieb
Metzger Iberl legt Papier für Woffenbacher Anlage auf den Tisch / Anwohner sind dagegen


02.10.2007. Metzger Richard Iberl lässt nicht locker. Er reichte seinen Bauantrag auf Errichtung eines Schweinemastbetriebes bei Woffenbach erneut ein. Vor einigen Monaten hatte er das Vorhaben wieder zurückgezogen.

Metzger Richard Iberl (46) möchte 800 Meter außerhalb des Ortes einen Mastbetrieb für 200 Schweine errichten. Den Antrag dazu hatte Iberl schon im April gestellt, das Papier aber im Juli wieder zurückgezogen.

Jetzt reichte Richard Iberl den Antrag erneut ein. Gegner des Vorhabens sind vor allem der Inhaber und die Beschäftigten der Kunststoff-Fabrik in Woffenbach. Rund hundert Bedienstete zählt das vor 45 Jahren gegründete Unternehmen, das sich auch die Herstellung von Kunststofffolien spezialisiert hat. "Ein Schweinemastbetrieb stinkt und bringt automatisch Ungeziefer", sagte Siegfried Schneider (75), der Chef des Unternehmens. "Wir haben Angst um unseren Arbeitsplatz", ließen die Mitarbeiter des Betriebes verlauten, denn "wir müssen mit einer Insektenplage rechnen, die nicht durch Fliegenschutzmaßnahmen von unserem Betrieb fern gehalten werden kann." Die Kunden würden sich schließlich andere Lieferanten suchen.

Ursula Nießen, eine Anwohnerin aus Woffenbach, schrieb in einer Stellungnahme: "Durch dieses Vorhaben wird ein schönes und intaktes Wohngebiet extrem geschädigt und sogar zerstört". Sie erinnerte daran, dass die Stadt Metzger Iberl eine Alternative angeboten bekommen habe, die dieser aber abgelehnt hätte. "Es kann doch nicht sein, dass Einzelinteresse über Allgemeinwohl steht", sagt Nießen.

Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee bestätigte, dass der Antrag wieder im Rathaus eingegangen sei. Man werde sich jetzt wieder mit dem Bauherrn und den Nachbarn zusammensetzen und auch die damals ins Spiel gebrachte Alternative durchdenken, sagte der Stadtbaumeister. Bei der letzten Behandlung waren sieben Behörden aufgefordert, ihre Stellungnahmen abzugeben. Laut Müller-Tribbensee werde der Antrag dann wohl im Bausenat behandelt.

Richard Iberl war gestern für das Tagblatt nicht zu erreichen.

200 Schweine sollen im Mastbetrieb bei Woffenbach herangezogen werden.
Quelle:
www.mittelbayerische.de



 

Streit um Schweine: Die Stadt vermittelt
Aber: Fronten zwischen Nachbarn verhärtet

26.06.07. Im Streit um einen geplanten Schweinemastbetrieb in Woffenbach versucht jetzt die Stadt Neumarkt zu vermitteln. Ende der vergangenen Woche besuchten Vertreter der Stadt die Firma von Metzger Richard Iberl, der - wie berichtet - einen Mastbetrieb mit 200 Schweinen aufbauen möchte.

Die Fronten zwischen Iberl und seinem Nachbarn - der Kunststofffabrik PE - scheinen indes verhärtet. Der Geschäftsführer der Fabrik, Siegfried Schneider, ist nach wie vor ein absoluter Gegner von Iberls Plänen. "Wir werden nie im Leben zustimmen", sagt er. Er befürchtet, dass mit der Zahl der Schweine auch die der Fliegen zunimmt - "und wer will schon eine Toastpackung, in der eine tote Fliege klebt?", sagt er. Als "äußerste Reaktion" erwägt der 75-Jährige, seine Fabrik zu schließen.

Metzger hält an Plänen fest

Doch auch Metzger Iberl hält weiterhin an den Plänen für einen Mastbetrieb fest. Die Stadt Neumarkt versucht laut Pressesprecher Dr. Franz Janka nun, "Alternativen zu suchen und zu besprechen, um so eine Lösung zu finden, die beide zufrieden stellt". Jedoch sei es nicht leicht, die Balance zwischen den beiden Interessen zu halten.
Quelle: www.mittelbayerische.de

 

 Zurück

 

  Copyright © 2001 [MW]. Alle Rechte vorbehalten.