|

Schweinemast
Leserbrief vom 16.09.2009
Stellungnahme der CSU
Mehr über
die S-Bahn-Haltestelle
Kurznachrichten Stauf
Sanierung Schloß- und Bühlerstraße
Bürgerversammlung

|
 |
Zwei Baugenehmigungen
Der Woffenbacher Schweinemäster kann allen
Vermittlungsversuchen zum Trotz doch im Außenbereich seinen Schweinemastbetrieb
bauen.
25.02.2011. Die Stadt Neumarkt hat auf Drängen des Verwaltungsgerichts
Regensburg die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb Iberl am
ursprünglichen Standort im Außenbereich von Woffenbach erteilt, wurde am
Donnerstag bestätigt. Damit hat Iberl jetzt zwei gültige Baugenehmigungen,
bezogen auf zwei Standorte auf jeweils eigenem Gelände, von denen er wahlweise
Gebrauch machen kann.
Die Entscheidung liegt nun bei Iberl, ob er sich "in Anbetracht der Einwände der
Bürgerinitiative" für den entfernteren Standort entscheidet oder für den
ursprünglichen, hieß es am Donnerstag aus dem Neumarkter Rathaus.
Oberbürgermeister Thomas Thumann bedauert, dass seine "jahrelangen Bemühungen
als Vermittler zwischen der Bürgerinitiative und dem Bauwerber bisher noch nicht
zu dem gewünschten Alternativstandort allein geführt haben", hieß es weiter.
Ziel seines Einsatzes sei es gewesen, zu einem gedeihlichen Miteinander zwischen
dem Bauwerber und den in der Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Bewohnern
und Betroffenen beizutragen.
Für den Alternativstandort hatte die Stadt schon im Juli 2010 die Baugenehmigung
erteilt.
Quelle:
www.neumarktonline.de
Metzger zieht
gegen Stadt vor Gericht
Zwist Richard Iberl will nun doch in Woffenbach seine Schweinemast bauen und die
Stadt auf Schadensersatz verklagen.
04.12.2010. Metzgermeister Richard Iberl ist wütend. Eine
Frechheit sei es, wie die Stadt mit ihm umgehe. Auslöser für seinen Zorn ist ein
Fax der Stadt, das ein weiteres Kapitel in der seit vier Jahren andauernden
Geschichte um Iberls geplanten Schweinemaststall aufschlägt.
Das Schreiben erreichte den Metzger am 8.November.
Darin teilt die Rechtsabteilung in Namen von Oberbürgermeister Thomas Thumann
mit, dass sie die Erschließungskosten – Iberl spricht von 70000 Euro – für den
Baustandort nahe Rittershof nicht übernehmen werde. Rechtlich sei das nicht
zulässig. Das gleiche gelte für Anwaltskosten und Umplanungskosten.
Das Projekt ist bei Bewohnern von Ritterhof ebenso unbeliebt wie bei einigen
Woffenbachern. Denn dort hätte vor vier Jahren der Schweinestall ursprünglich
entstehen sollen. Damals hatten sich Iberl und die Stadt jedoch auf den
alternativen Bauplatz geeinigt. Thumann soll damals zugesichert haben, dass die
Stadt die Erschließungskosten samt Anwaltskosten und Umplanungskosten übernehme.
Dies würden auch E-Mails bestätigen, behauptet Iberl, der sich betrogen fühlt.
Besonders ärgert ihm das Angebot der Stadt, „ausnahmsweise“ die Umplanungskosten
von maximal 2000 Euro zu übernehmen. Im Schreiben heißt es weiter, dies könne
nur geschehen, wenn Iberl den erfolgreich abgeschlossenen Bauantrag für den
Baustandort in Woffenbach zurücknimmt und sich samt möglicher Rechtsnachfolger
verpflichtet, dort niemals einen Schweinestall zu bauen.
Iberl will aber in Woffenbach bauen. Dort würden die Erschließung nur rund 1000
Euro kosten. Zudem will er die Stadt auf Schadensersatz für die entgangenen
Einnahmen in den vergangenen vier Jahren verklagen.
Quelle:
www.mittelbayerische.de
Zurück auf null: Schweinemast am Ortsrand
Nach vier Jahren Verhandlungen reicht es Metzgermeister
— Stadt wollte Kosten für Erschließung nicht tragen
04.12.2010. Die Uhren werden zurückgedreht auf null: Der
Woffenbacher Metzgermeister Richard Iberl sieht sich von der Stadt getäuscht und
stellt den Aussiedlungsplan hintan; er will seinen neuen Schweinemaststall nun
am alten Standort direkt am Ortsrand errichten. OB Thumann kann da nur noch den
Kopf schütteln.
Jetzt soll der Schweinemast-Stall wieder am ursprünglichen Standort direkt am
Ortsrand gebaut werden.
Richard Iberl ist der Frust anzuhören: Nach vier Jahren Verhandlungen mit der
Stadt hat ihn dieser Tage ein Brief der Kommune ereilt, der ihn den Bettel
hinwerfen ließ. „Die Stadt hat gesagt, sie zahlt die Erschließungskosten, wenn
ich da nauf geh - und jetzt heißt es, das muss ich selber zahlen“, sagt er. Da
spiele er nicht mit, dann werde er eben am Standort direkt am Ortsrand bauen.
„Da nauf“: Das war ein nach langen Verhandlungen gefundener Kompromiss, weit weg
von Woffenbach, aber so nahe dran an Rittershof, dass dort die Bürger
protestierten. Das war vorher in Woffenbach der Fall gewesen, weshalb der OB
versucht hatte, den Frieden durch die Aussiedlung wieder herzustellen. Der Stall
hätte nun an der Ortsverbindungsstraße zwischen Woffenbach und Tyrolsberg
entstehen sollen, auf der leichten Anhöhe, bevor es rechts rüber geht nach
Rittershof und dann hinauf auf den Tyrolsberg.
Rund 70000 Euro hätte die Erschließung des Areals gekostet, sagt Iberl: „Und der
Bürgermeister hat in den Gesprächen mit mir gesagt, das übernehmen die
Stadtwerke.“ Auf einen Vertrag habe er nicht bestanden, sagt der Metzgermeister,
er habe sich auf das Wort verlassen, „in Emails steht es aber auch drin“.
Außerdem habe der Bürgermeister ihm gesagt, dass er es schon verstehe, dass die
Stadt für die Anwaltskosten aufkommen müsse.
Nun ereilte ihn mit Datum 8. November ein Schreiben der Stadt, in dem diese im
Vorgriff auf einen für den 12. November geplanten Termin beim OB seinem
Rechtsanwalt schreibt, dass eine Übernahme der Rechtsanwaltskosten nicht möglich
sei; es sei auch nicht möglich, die Strom- und Wasseranschlusskosten zu tragen.
Gleichwohl würde die Stadt bestimmte Kosten wie für die Umplanung übernehmen.
Unter der Bedingung, dass Iberl den Bauantrag für das alte Areal zurück nehme
und sich verpflichte, dass weder er noch seine Erben je wieder einen Bauantrag
dafür stellen würden. Eine Übernahme der Erschließungskosten weise der OB zurück; dies sei auch nie Gegenstand
der Gespräche gewesen. Das hat Iberl ganz anders in Erinnerung, der nun die
Gerichte bemühen will; nicht nur, um zu seinem Recht zu kommen, sondern auch zu
Schadensersatz. Schließlich laufe die Geschichte schon seit vier Jahren.
„Ich habe immer betont, wie dankbar ich bin, dass wir noch über einen anderen
Standort verhandeln, denn schließlich hat Iberl ein Recht, dort am Ortsrand zu
bauen“, sagt OB Thumann. Er habe aber nie gesagt, dass die Kommune die
Erschließungskosten übernehmen könne; „Ich habe gesagt, wir werden unser
Möglichstes tun“, so der OB. Deshalb sei es auch kein Thema gewesen, die
Umplanungskosten zu tragen; was aber die Rechtsanwaltskosten angehe, so Thumann,
da gehe nichts. Über die Erschließungskosten sei bisher auch nie gesprochen
worden, sagt er. Es wird, wie es derzeit aussieht, auch keine Möglichkeit mehr
geben, darüber
zu sprechen. Das Gespräch am 12. November ist geplatzt. Und der Metzgermeister
pocht jetzt auf sein Recht, das er schon vor vier Jahren hatte. Er will am alten
Standort bauen.
Quelle: www.nordbayern.de
Mast =
Folter
23.04.2010. Unbekannte haben das Gebäude der Metzgerei Iberl
besprüht.
Wie bereits mehrfach
gemeldet wurde der Schweinemastbetrieb dem Metzger Richard Iberl in ca. 1
Kilometer Luftlinie vom Ortsrand entfernt am "Stockfeld" genehmigt.

Schweinemastbetrieb genehmigt
09.02.2010. Die
langjährige Debatte um einen Schweinemastbetrieb in Woffenbach scheint ein
glückliches Ende zu nehmen: Der Bausenat genehmigte dem Metzger Richard Iberl in
seiner Sitzung am Montagabend die Anlage in ca. 1 Kilometer Luftlinie vom
Ortsrand entfernt am "Stockfeld" zu bauen.
Dort soll ein Mastbetrieb mit einer Bergehalle, einem Maststall und einer
Güllegrube entstehen, hier sollen 288 Tiere untergebracht werden. Seit der
Metzger im März 2007 seinen Bauantrag erstmals vorgebracht hatte, hatte es immer
wieder Ärger um die Pläne gegeben. Die Stadträte des Bausenats waren am
Montagabend durch die Bank zufrieden mit der Lösung.
Änderungen dürfte es nun nur noch bezüglich der Nähe des Betriebs zur
Kreisstraße geben da ein Anbauverbot von 15 m (Abstand zur Kreisstraße) noch
nicht eingehalten ist, dies wird aber vom Straßenbaulastträger gefordert.
Ende absehbar ?
15.01.2010. Die "Unendliche
Geschichte" um eine geplante Schweinemast könnte jetzt doch noch ein schnelles
Ende finden. Mit der nächsten Sitzung des Senats am 08.Februar könne in der
Debatte um den Mastbetrieb eine Einigung erzielt werden.
Der Stall ist für 288 Schweine ausgelegt.
Wie im letzten Oktober war nach Jahren des Streits um einen Standort eine neue
Alternative erwogen worden, die alle Seiten zufrieden stellen könnte. Jetzt
scheint es so, als ab die Schweinemast für knapp 300 Tiere nebst Güllegrube am
"Stockfeld" gebaut werden soll - an der NM 24 und damit relativ weit von den
Wohngebieten entfernt.
Quelle:
www.neumarktonline.de
Lösung in Sicht
04.12.2009. Zum geplanten Schweinemastbetrieb in Woffenbach ist
"eine Lösung in Sicht", hieß es beim Bürgergespräch der UPW.
Bei der Zusammenkunft in Woffenbach, an der auch Oberbürgermeister Thomas
Thumann teilnahm, wurden dazu allerdings keine Details bekannt gegeben. "Mit dem
neuen Standort sind sowohl der Betreiber als auch die Bürgerinitiative
einverstanden", hieß es allerdings.
Quelle:
www.neumarktonline.de
Alternativ-Standort für den
Schweinemastbetrieb
22.10.2009. Die "unendliche Geschichte" eines
Schweinemastbetriebs in Woffenbach dauert noch ein bißchen - aber es ist ein
Ende abzusehen. Metzger Richard Iberl und OB Thomas Thumann haben sich darauf
verständigt, einen weiteren Alternativ-Standort zu untersuchen.
Außerdem kam man überein, daß der Bausenat in seiner Sitzung am nächsten Montag
nicht über den bereits auf der Tageordnung stehenden Antrag zur Errichtung des
Mastbetriebs auf dem ursprünglich vorgesehenen Standort entscheiden wird. Gegen
diesen Standort hatte es wegen der Nähe zur Wohnbebauung und zu einer Fabrik
schon vor zwei Jahren erhebliche Proteste von den Bürgern, aber auch vom
Fabrikbesitzer gegeben.
Nach den Protesten vor zwei Jahren hatte OB Thumann zahlreiche Gespräche mit der
damals gegründeten Bürgerinitiaitive, mit dem Besitzer der Kunststoff-Fabrik und
auch mit Iberl geführt. Insgesamt seien rund zehn alternative Standorte
überprüft worden, erinnerte sich Thumann am Donnerstag.
Letztlich fand man damals auch einen Standort weiter entfernt von der Bebauung,
mit der - wie es schien - alle Seiten leben konnten. Es wurden von Iberl schon
Planskizzen eingereicht und die beteiligten Fachstellen kündigten "Grünes Licht"
für die Planungen an.
Allerdings war dies alles Makulatur, als im Sommer dieses Jahres ein Schreiben
von Iberls Rechtsanwalt eintraf, in dem wieder auf eine Entscheidung zum Bau auf
dem ursprünglichen Standort gedrängt wurde. Der überraschte Neumarkter Bausenat
vertagte daraufhin das Thema, die CSU warf in einer Stellungnahme dem Rathaus
Untätigkeit vor und OB Thomas Thumann wies die Vorwürfe entschieden zurück.
Das Durcheinander war zu diesem Zeitpunkt komplett: Jetzt schaffte es Thumann
offensichtlich, die Beteiligten noch einmal an einen Tisch zu holen. Bei diesem
vom OB als "sehr konstruktiv und kooperativ" bezeichneten Gespräch wurde ein
weiterer Alternativ-Standort aus dem Hut geholt - noch weiter westlich von der
Bebauung entfernt als der letzte Alternativ-Ort.
Dieser Standort hat für Iberl den Vorteil, daß der Grund bereits in seinem
Besitz ist. Man kam überein, zügig die Verwirklichung des Bauvorhabens an diesem
Ort zu überprüfen. Eine Entscheidung über den ursprünglichen Standort
verschwindet gleichzeitig - mit Iberls Zustimmung - von der Tagesordnung des
Bausenats.
Jetzt sollen beide Seiten zügig ihre "Hausarbeiten" erledigen, hieß es am
Donnerstag. Dann stehe einem weiteren Gespräch und vielleicht einem Ende der
unendlichen Geschichte nichts mehr im Wege.
Quelle:
www.neumarktonline.de
Die bisherigen Pressemitteilungen:
Schweinemastbetrieb Woffenbach
Keine Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb
am
Montag, die Baugenehmigung wurde vertagt
(Mehr...)
Leserbrief vom 16.09.2009
zum Schweinemastbetrieb
von Ursula Plankermann
(Mehr...)
Treffen der Mitstreiter gegen den
Schweinemastbetrieb
Am 23.09.09
trifft sich die
Bürgerinitiative. Jeder Einwohner von Woffenbach,
der ernsthaft daran interessiert ist, den Schweinemastbetrieb zu verhindern,
sollte unbedingt teilnehmen.
(Mehr...)
Pressemitteilung des CSU-OV Woffenbach
(Mehr...)
Schweinemast Woffenbach
16.9.2009
OB Thumann hat in der Sache Schweinemast Woffenbach wieder einmal
eine äußerst unglückliche Hand. Es hat den Eindruck, als ob er in dieser Sache
nach der letzten öffentlichen Aufregung nicht mehr viel unternommen hat. Um
wieder Bewegung in die Sache zu bringen, hat der Landwirt Iberl wieder einen
Bauantrag eingereicht - auf dem ursprünglich geplanten Grundstück.
Rechtsdirektor Kohler erklärte ganz klar, daß Landwirt Iberl einen
Rechtsanspruch auf die Baugenehmigung habe und er eine Ablehnung nur auf
schriftliche Weisung machen werden. Wobei man wissen muß, daß es seit 2007 im
Prinzip nur mehr darum geht, wer die Mehrkosten bei einem Standortwechsel zu
zahlen hat.
Quelle:
http://www.flitz-neumarkt.de/
Treffen der Mitstreiter gegen den
Schweinemastbetrieb
Am 23.09.09
trafen sich die
Bürgerinitiative in der Sportgaststätte zur Au. Jeder Einwohner von Woffenbach,
der ernsthaft daran interessiert war, den Schweinemastbetrieb zu verhindern,
konnte teilnehmen.
16.09.2009. Nachdem der Bauantrag des Herrn Iberl ist erneut in der
Stadtratssitzung vom Montag, 14.09.09 vertagt worden ist, hat der Neumarkter
Stadtrat entschieden, dass der OB noch einmal versuchen soll und bevollmächtigt
wird, mit H. Iberl zu sprechen, um den bereits vorbesprochenen
Kompromiss-Standort in der Nähe des Tyrolsbergs wieder ins Gespräch zu bringen.
Trotz all dieser Bemühungen müssen wir von der Bürgerinitiative juristisch
abklären lassen, wie hoch unsere Chancen stehen, ob wir zivilrechtlich gegen die
Baumaßnahme vorgehen können. Denn wenn die Ablehnung des Bauantrages durch den
Stadtrat, durch die Genehmigung des Landratsamtes Neumarkt oder der Regierung
der Oberpfalz ersetzt wird, haben wir zu handeln.
Keine Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb
Am
Montag, den 14.09.09 stand die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb des H.
Iberl auf der Tagesordnung der Bausenatssitzung. Der
Stadtrat hat auf Antrag der CSU entschieden, dass der H. OB Thumann noch einmal
versuchen soll, mit H. Iberl zu sprechen, um den bereits vorbesprochenen
Kompromiss-Standort in der Nähe des Tyrolsbergs ins Gespräch zu bringen.
In der
nächsten Bausenatssitzung am 26.10.09 kommt der Schweinemastbetrieb dann wieder
auf die Tagesordnung.
Schweinemastbetrieb auf der
Tagesordnung
13.09.2009. Am Montag, den 14.09.09 ist der
Schweinemastbetrieb des H. Iberl auf der Tagesordnung der Bausenatssitzung. Wie
man hört soll die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb (Standort gegenüber
dem Münchner Ring) des Herrn Iberl erteilt werden.
Viele Bürger des Stadtteils von Woffenbach sind sehr bestürzt und traurig, denn
es scheint wohl nicht gelungen zu sein, einen Alternativstandort zu finden. Nach Aussage der Juristen, Sachbearbeiter und "sog. Berater" im Bauamt muss die
Genehmigung erteilt werden, weil die Gegenseite jetzt mit Schadenersatz
droht.
Die betroffenen Bürger haben Angst, dass sie in Zukunft nicht mehr in den Garten
gehen können, weil ein Schwarm Fliegen und immenser Gestank sie erschlägt. Wer
möchte da noch wohnen?
Das komplette Leben in unserem Stadtteil hat dann für 1000 - 2000 Menschen keine
Lebensqualtität mehr.
Der Oberbürgermeister hat Schaden von der Stadt abzuwenden und muss auch besorgt
sein, um das Wohl und die Unversehrtheit seiner Bürger, des Altenheims und auch
der Gewerbebetriebe, die im Umfeld bereits vorhanden sind und auch einen
Bestandsschutz haben.
Auf der einen Seite wird um irgendwelche Erschließungskosten im inneren
Stadtbereich gefeilscht, für Randgruppen (z.B. Skater) und Grünanlagen wird
ordentlich Geld ausgegeben, aber für Menschen,
die in unserem Stadtteil leben, wird nichts in die Hand genommen.
In Woffenbach ist der Teufel los, wenn Iberl an der von ihm beantragten Stelle
bauen darf. Die Anwohner werden das nicht tatenlos hinnehmen.
Der Gemeindefrieden ist in Gefahr, und das möchten die Woffenbacher den
Verantwortlichen eindringlich ins Bewusstsein führen.
Die Woffenbacher bitten, die Mitglieder des Bausenats ein
Zeichen zu setzen.
Dann liegt es wohl an H. Iberl, die Baugenehmigung
einzuklagen. Und der Schadenersatz für die paar Schweine überwiegt bei weitem
nicht das Wohl der Bürger, das auf dem Spiel steht.
Und ob der Schadenersatz dann wirklich zum Tragen kommt,
bleibt abzuwarten, wenn die Gerichte sich gegen den Bauantrag entscheiden und
ihn für nicht rechtens erklären.
Die Mitstreiter von der Bürgerinitiative werden wohl
nicht umhin kommen, rechtliche Schritte zu überlegen, falls die Genehmigung
befürwortet und der Stadtrat sich gegen uns entscheidet.
"Unendliche Geschichte"
Der geplante Schweinemastbetrieb in Woffenbach
entwickelt sich immer mehr zur "unendlichen Geschichte". Kaum mehr Hoffnung für
Bürgerinitiative
25.04.08. Oberbürgermeister Thomas Thumann brauchte einige Minuten, um alle die
Termine der Gespräche aufzuführen, die in dieser Angelegenheit in den letzten
Monaten schon geführt wurden. Da hatte der Landwirt nach Protesten in Woffenbach
seinen Bauantrag zurückgenommen, dann die Wiederaufnahme verfügt, da gab es
Gespräche mit der Bürgerinitiative und dem benachbarten Plastik-Fabrik, da
wurden Alternativ-Standorte erwogen und wieder verworfen - letzter Stand ist
jetzt, daß der Landwirt den Mastbetrieb am ursprünglich geplanten Standort bauen
will (wir berichteten mehrfach).
Eins ist klar: es gibt keine Grund, dem Bauherrn die Zustimmung zum Bauantrag zu
versagen. Die Stadt hat eigens ein Rechts-Gutachten bei einem Nürnberger
Fach-Anwalt angefordert, ob der Erlass einer sogenannten "Veränderungssperre"
möglich wäre. Dazu bräuchte man aber einen Bebauungsplan, in dem auch konkrete
Bauvorhaben aufgeführt wären - und solche gibt es eben nicht.
OB Thumann schlug vor, ein weiteres Gutachten in Betracht zu ziehen, in dem
konkret die mögliche Belästigung unter Einbeziehung von vorherrschenden
Windrichtungen untersucht werden.
SPD-Sprecherin Gertrud Heßlinger kritisierte dagegen das "Rum-geeiere" -
"entweder sagen wir ja oder nein - dann muß der Landwirt halt klagen!"
Ähnliche Worte kamen von CSU-Fraktions-Chef Dr. Heinz Sperber: "Mir sind
hunderte von Bürgern wichtiger als ein Landwirt!" UPW-Sprecher Dr. Werner
Mümmler sah eine "Gratwanderung" und riet, die Möglichkeiten eines neuerlichen
Gutachtens - wie vom OB vorgeschlagen - zu prüfen.
So wurde es dann auch beschlossen.
Quelle: www.neumarktonline.de
Schweinemast: Kanzlei prüft komplexe
Sachlage
30.11.2007. Zunächst auf Eis gelegt hat der
Stadtrat am Mittwochabend die Diskussion um einen Schweinemastbetrieb in
Woffenbach. Der Grund: Wegen der komplexen Sachlage und des juristisch heiklen
Themas hat Oberbürgermeister Thomas Thumann eine externe Kanzlei aus Nürnberg
damit beauftragt, die komplette Situation gutachterlich zu überprüfen. Diese
Stellungnahme sei allerdings noch nicht eingetroffen.
Theoretisch, so informierte Thumann, könnte der Antragsteller, Metzger Richard
Iberl, ab dem 30. November zwar eine Untätigkeitsklage gegen die Stadt
einreichen, weil diese noch keinen Beschluss getroffen habe. Er habe jedoch mit
ihm darüber gesprochen und Iberl werde bis auf Weiteres keine derartige Klage
einreichen.
Übereinstimmend erklärten alle Vertreter der Stadtratsfraktionen, sie hielten
den eingeschlagenen Weg, mit allen Parteien Dialog zu führen, für den richtigen.
Quelle: www.mittelbayerische.de
Schweinemastbetrieb in Woffenbach
Da Sie bisher nicht auf unseren Antrag auf Einleitung eines
Bebauungsplanverfahrens mit Veränderungssperre eingegangen sind, was bei den
betroffenen Bürgern und Mitarbeitern der Kunststoff-Fabrik gelinde gesagt auf
Unverständni9s stößt und kein gutes Licht auf den Stadtrat wirft, beantrage ich:
Analog dem Verfahren bei Ausweisung eines Sondergebietes Windkraft soll ein
Sondergebiet „Schweinemast“ im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden. Damit
kann der ganze Vorgang sicher für alle Beteiligten zu einem guten Ende geführt
werden.
Hans Walter Kopp
Stadtrat Freie Liste Zukunft
Bürger
befürchten Gestank, Gülle und Geschäftseinbußen
BI "Keine Schweinemast in Woffenbach" sammelte Unterschriften
23.10.2007. Eine Liste mit 3016 Unterschriften, mit denen die
Unterzeichner gegen den Bau einer Schweinemastanlage in Woffenbach
protestieren, haben Vertreter der Bürgerinitiative "Keine Schweinemast
in Woffenbach" gestern an Oberbürgermeister Thomas Thumann überreicht.
Dieser will nun mit Metzger Richard Iberl, der den Antrag gestellt hat,
sprechen.
Der Sitzungssaal des Rathauses war gestern gut gefüllt, so viele
Schweinemast-Gegner wollten bei der Übergabe der Unterschriften dabei
sein. Viele von ihnen sind Anwohner aus Woffenbach, die befürchten, dass
von der Anlage eine erhebliche Geruchsbelästigung ausgeht. "Es kann
nicht 365 Tage im Jahr bei uns stinken", sagte Ursula Nießen, eine
Sprecherin der Initiative. Es gehe nicht nur um den Schweinestall,
sondern auch um die anfallende Gülle. "Wir haben fast immer Westwind",
sagte Nießen mit Blick auf die Lage des geplanten Betriebs. Außerdem
befürchten viele Bürger, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Die in der
Nähe gelegene Kunststofffabrik fürchte um ihre Aufträge, weil ihre
Produkte - darunter Haushaltsfolie - durch Fliegen, die die Mastanlage
anziehe, verunreinigt würden. Auch das benachbarte Seniorenheim bekomme
wohl Probleme, wenn es in der Umgebung ständig stinke, sagte Nießen:
"Wenn niemand mehr dort wohnen will, sind weitere Arbeitsplätze
gefährdet." Nießen betonte, niemand habe etwas gegen Iberl persönlich.
Vor der Demonstration habe die Initiative sich mit ihm zu Gesprächen
getroffen. Es gehe aber um den dörflichen Frieden. Die 3016
Unterschriften entsprächen etwa acht Prozent der Einwohner in Neumarkt.
Dies zeige, dass sich nicht nur die Anwohner Sorgen um die
Lebensqualität machten.
Oberbürgermeister Thumann freute sich über die "sachliche Art der
Auseinandersetzung" und versprach, mit allen Kräften nach einer Lösung
für beide Seiten zu suchen. Er bat um Verständnis, dass er dabei eine
neutrale Haltung bewahren wolle.
Quelle: www.mittelbayerische.de
Appell zur Vernunft
an Schweinemastbetreiber
18.10.2007 Die UPW-Fraktion im Stadtrat und
Vorstandschaft appelliert an den Schweinemastbetreiber, seinen geplanten
Betrieb nicht in der vorhandenen Wohnbebauung in Woffenbach zu
errichten. Hier muss Rücksichtnahme zur Bevölkerung absoluten Vorrang
haben,
auch dann, wenn das Projekt aus rechtlicher Sicht an diesem Standort
durchsetzbar wäre.
Veränderungssperren und sonstige Blockaden, wie von FLITZ gefordert,
sind der absolut falsche Weg und führen nur zu noch mehr Streitigkeiten
und bringen die Sache keinen Schritt weiter. Die UPW ist der Meinung,
dass man ohne diese derzeitig hoch gekochten Emotionen und
Polarisierungen den Weg in vernünftige Überlegungen suchen sollte.
Der Einsicht des Investors muss aber auch Verständnis seitens der Bürger
für sein Vorhaben entgegen gebracht werden, um gemeinsam in notwendigen
sachlichen Gesprächen endlich Vernunft walten zu lassen.
Dies setzt aber auch einen gegenseitigen Respekt im Umgang miteinander
voraus und sollte als oberstes Gebot schnellstens angestrebt werden.
Ein Schweinemastbetrieb kann nach Ansicht der UPW nur Akzeptanz in der
Bevölkerung finden, wenn eine Beeinträchtigung der Wohnbebauung
langfristig, auch bei einer evtl. späteren Erweiterung des Betriebes
ausgeschlossen erscheint. Dazu ist eine gründliche Grundstücksanalyse
für geeignete Sonder- bzw. Gewerbegebietsflächen unentbehrlich.
Bernhard Lehmeier
1.Stellv. Vorsitzender UPW
Anmerkung von FLitZ zu dieser
Stellungnahme
Leserbrief vom
16.10.2007
zum Schweinemastbetrieb
Eigentlich bin ich froh,
dass die BI um Frau Nießen gegen den Schweinemastbetrieb nun endlich auch zu der
Erkenntnis gekommen ist, dass man in der Sache einen vernünftigen Kompromiss
braucht. Die Frage ist nur, warum kommt diese Erkenntnis so spät und erst,
nachdem man erst einmal eine Menge Porzellan zerschlagen hat?Die Behauptung, man habe die
Konfrontation ja nicht gesucht, ist einfach zu dünn, zu durchsichtig und wenig
glaubhaft.
Wenn man das alles nicht
wollte, warum hat man dann mit Richard Iberl nicht vorher gesprochen, bevor man
Leserbriefe schreibt und Unterschriften sammelt? Diese Vorgehensweise kann ich
nicht gut heißen und das habe ich den Demonstranten auch deutlich gesagt. Die
Ähnlichkeiten mit dem Unwort aus der Inquisition drängen sich einfach auf, ob es
der Bi passt oder nicht. Und außerdem verhält man sich nicht so, wenn man
wirklich in der Sache einen gangbaren Weg für alle Beteiligten finden will. Dass
Frau Nießen laut ihrer eigenen Aussage Richard Iberl bis zur Demonstration
offensichtlich gar nicht persönlich gekannt habe, spricht für sich.
Natürlich nehmen wir die
Befürchtungen der Anwohner ernst, wir sind ja selber welche. Aber aufgeregter
Aktionismus bringt uns nicht weiter. Die öffentliche Frage eines Demonstranten,
was der Herr Iberl uns bezahlt hat, dass wir uns auf seine Seite stellten ist
schon eine Klasse für sich. Müssen meine Kollegin Gertrud Heßlinger und ich
jetzt auch beleidigt sein und uns diffamiert fühlen? Wir überlegen es uns noch.
Dass wir uns um eine
größtmögliche Neutralität bemühen, obwohl wir auch persönlich betroffen sind,
habe ich zu Beginn der Diskussion bei der Demo gesagt und das meine ich auch so.
Wenn wir überhaupt auf einer
Seite sind, dann auf der der Woffenbacher. Aber zu den Woffenbachern gehört eben
auch Richard Iberl.
Wir haben mit ihm vor der
Demo mehrfach gesprochen und er hat uns seine Bereitschaft zu einer
Standortverlagerung seines Vorhabens signalisiert. Seine Bereitschaft gibt es
nach wie vor und wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, kann an einem
runden Tisch der Weg zum Kompromiss neu beschritten werden. OB Thumann hat am
Montag im Bausenat bestätigt, diesen Gesprächskreis einzuladen. Wir sind
überzeugt, dass sich ein für alle gangbarer Weg finden lässt und bedauern sehr,
dass nicht alle Stadtratskollegen der Mehrheitspartei, die sich sonst immer für
Woffenbach verantwortlich schreiben, in Erscheinung getreten sind. War ihnen das
Eisen zu heiß? Wo sehen sie ihre Verantwortung für unser liebenswertes Dorf?
Apropos Dorf. Einige
Demonstranten wollten uns weiß machen, dass wir hier in Woffenbach nicht auf dem
Land, sondern in der Stadt wohnen. Klar gehört Woffenbach laut Gebietsreform von
1972 zur Stadt, weiß jeder. Trotzdem leben wir hier nach wie vor in unserem Dorf
und fühlen uns auch wegen seiner immer noch ländlichen Struktur sehr wohl.
Vielleicht braucht man etwas länger als eine Immobilienspekulationsphase dazu,
um das zu fühlen.
Woffenbach muss sauber
bleiben, das haben wir auf einem Demostrantenhemd gelesen. Das unterschreibe
ich gerne. Aber was ist schon Sauberkeit, wo fängt sie an, wo hört sie auf?
Liebe BI, im Zwischenmenschlichen ist sie am meisten gefordert.
Ursula Plankermann
Woffenbach
Tyrolsbergerstrasse 18
CSU:
Schweinemastbetrieb am geplanten Standort wohl nicht realisierbar!
Der problematische
Standort des Schweinemastbetriebes und die Befürchtungen der Anwohnerschaft sind
der CSU seit der ersten Antragstellung vor etwa einem halben Jahr bekannt.
Damals wies die CSU deutlich auf das sich anbahnende Problem hin. Als Reaktion
darauf und wegen des wachsenden Widerstands der Anwohner wurde der Antrag zur
Errichtung eines Schweinemastbetriebes in Woffenbach zurückgezogen. Der gleiche
Antrag mit dem identischen Standort wurde nun vor einigen Wochen erneut
gestellt.
Deshalb führte die
CSU-Fraktion am Freitag mit dem Antragsteller, dem Landwirt und Metzger Richard
Iberl, ein klärendes Gespräch. Teilnehmer waren Bürgermeister Ferdinand Ernst,
Landtagsabgeordneter Herbert Fischer, stellv. Fraktionsvorsitzender Dr. Heinz
Sperber sowie Meinrad Spinner als Vertreter der CSU-Woffenbach.
Einigkeit bestand
darin, dass der derzeit beantragte Standort nicht realisierbar ist. Mit Herrn
Iberl wurden vernünftige und machbare Alternativstandorte, die es weiter
westlich vom geplanten Standort durchaus gibt, durchgesprochen. Anschließend
überzeugte man sich bei einer Ortsbesichtigung von der Lage der
Alternativstandorte in der Landschaft.
Um die Alternativen
voranzubringen, müssen zunächst von der Stadt die Möglichkeiten und Kosten der
Erschließung geprüft werden. Hierzu wird die CSU-Fraktion unverzüglich
entsprechende Anträge einbringen.
Die seit Wochen von
CSU-Stadtrat Dr. Sperber mit der Bürgerinitiative und dem Unternehmer Siegfried
Schneider geführten Gespräche werden fortgesetzt.
Das Gespräch mit
Herrn Iberl zeigte, dass alle Beteiligten an einer einvernehmlichen Lösung
interessiert sind.
Für die CSU-Fraktion:
Dr. Heinz Sperber
Altenhofweg 26
92318 Neumarkt
Demo gegen Schweinemast

13.10.2007. Müssen die Bürger von Woffenbach ständig ihre
Lebens- und Wohnqualität durch Bürgerinitiativen erkämpfen? Nachdem sie
einen umstrittenen S-Bahn-Halt abgeschmettert haben, drohen ihnen neue
Unannehmlichkeiten, gegen die sie sich vehement zur Wehr setzen.
Metzger Richard Iberl beabsichtigt einen Mastbetrieb für 200 Schweine zu errichten. Dagegen
laufen die Anwohner Sturm und vor allem der Inhaber und die Mitarbeiter
des angrenzenden Kunststoff herstellenden Unternehmens fürchten um ihre
Existenz und ihren Arbeitsplatz. Der Grund: die Fliegen aus den
Schweineställen könnten heuschreckenartig in den Betrieb einfallen und
die Folien-Produkte verunreinigen. "Wer will schon eine tote Fliege in
seiner Toastbrotverpackung eingeschweißt bekommen?", empört sich der 75
Jahre alte Firmenchef von PE, Siegfried Schneider. Seine Abnehmer würden
das nicht hinnehmen und sich andere Lieferanten suchen.
Deshalb fürchten auch die Mitarbeiter des kunststoffverarbeitenden
Betriebs um ihre Arbeitsplätze, zumal ihr Chef unmissverständlich damit
gedroht hat, das Werk zu schließen, wenn er - ihrer Meinung nach -
"diesen missliebigen Schweinemäster" als Nachbarn hineingedrückt
bekommt.
Aus diesem Grunde formierte sich eine Bürgerinitiative, die am Samstag
vor der Metzgerei Iberl in Woffenbach ihren Unmut mit Plakaten und
Spruchbändern zum Ausdruck brachte. Kurioserweise richtete sich die
Kritik nicht nur gegen den angeprangerten Metzgermeister, sondern auch
gegen die anwesenden SPD-Stadträtinnen.
Vor allem Ursula Plankermann wurde heftig attackiert und ihr
vorgeworfen, sie sei von Iberl "gekauft". Diese wiederum konterte damit,
dass hier gegen Iberl eine "Hexenjagd" veranstaltet werden würde.
Die Wogen versuchte Stadträtin Gertrud Heßlinger zu glätten, indem sie
auf die nächste Bausenatsitzung am Montag verwies, in der dieses Thema
auf die Tagesordnung gesetzt werden muss, nachdem vorher ein "runder
Tisch" mit allen Beteiligten nicht zustande gekommen war.
Auch Richard Iberl ("Ich halte das nicht mehr aus") ist an einer
gütlichen Einigung gelegen, was er im Gespräch mit den Demonstranten
durchblicken ließ. An dem Mastbetrieb werde er allerdings festhalten und
einer ortsferneren Errichtung nur dann zustimmen, wenn die Erschließung
gesichert sei.
Noch sind also die Fronten nicht so verhärtet, dass nicht doch noch eine
Einigung oder ein Kompromiss erzielt werden kann. Nach der
Bausenatsitzung am Montag sollten sich in den nächsten Tagen alle
Betroffenen doch noch zu einem "runden Tisch" durchringen, meint
Stadträtin Gertrud Heßlinger, dass am Ende ein gutes Ergebnis heraus
kommt, das alle Beteiligten aufatmen und sagen lässt: "Schwein gehabt!"
Metzger Iberl: "Bei mir gibt es keine Fliegen"
06.10.2007 Bau einer Schweinemastanlage soll wie geplant
über Bühne gehen / Nicht gegen Grundstückstausch
(ws). Metzger Richard Iberl versteht die Welt nicht
mehr. "Es gibt doch gar keine Fliegen, vor denen man sich fürchten
kann", sagt der 46-Jährige und meint dies in Zusammenhang mit seinem
geplanten Bau einer Schweinemastanlage. Dagegen wollen die
Kunststofffabrik Schneider und Anwohner mit einer Demonstration am
13.Oktober zu Felde ziehen.
Bislang hat sich der Metzger mit öffentlichen
Meinungsäußerungen zurückgehalten. Doch jetzt reichte es dem
46-Jährigen, er setzte zum Konter an. "Außerhalb meines Schweinestalles
gibt es ja gar keine Fliegen", sagte Iberl und verwies auf das
Belüftungssystem, das die Außenluft anzieht und die verbrauchten "Düfte"
über Ventilatoren durch den Kamin bläst. Fliegen oder ähnliche Tierchen
können dadurch gar nicht nach außen kommen, sagte Iberl, der in der
letzten Zeit jede Menge mit Gegnern seines Vorhabens zu tun hatte.
"Es reichte mir einfach"
Der Metzger, der mitten in Woffenbach sein Schlachthaus und
auch sein Geschäft hat, hat bekanntlich zum zweiten Mal seinen Bauplan
bei der Stadt eingereicht. Den ersten Antrag zog er im Juli zurück,
nachdem ihn Anwohner und Kunden "bearbeitet" hatten. Mit dem Argument,
bei ihm stinke es, hatte man sogar das Gewerbeamt auf den Plan gerufen.
Die Teilnahme an einem runden Tisch, bei dem ihm von der Stadt ein
Grundstückstausch offeriert worden wäre, sagte er damals ab. "Es hat mir
kurzzeitig einfach gereicht", sagte der Woffenbacher im Nachhinein.
Doch schon bald beruhigte sich der Metzger wieder. Nach
Abklärung aller Argumente brachte er das Papier wieder ein. Es sieht die
Errichtung eines 30 mal zehn Meter großen Stalles für 260 Schweine vor.
Daneben sollte später noch eine 30 mal 16 Meter große Bergehalle gebaut
werden. Die Güllegrube, in die der Schweinemist unterirdisch gepumpt
wird, hat einen Durchmesser von 12,50 Meter und ist vier Meter tief.
150 000 Euro will der Metzger für den Stall auf den Tisch
legen. Ob er an der geplanten Stelle oder der eines Grundstückes, das
der Stadt gehört, bauen werde, das ließ Richard Iberl offen. Wichtig sei
es, dass Strom- und Wasserleitung vorhanden seien. Iberl sagte zudem,
sein Stall sei nur für ein Zehntel der Größe, die er bauen dürfte,
ausgelegt.
Durch den Ventilator kommt keine Fliege nach
draußen.
Quelle:
www.mittelbayerische.de
Schweinemastbetrieb an der Ortsgrenze in Woffenbach
Wir, die PE-KUNSTSTOFF-FABRIK WOFFENBACH, liegen 180 m
östlich des geplanten Schweinemastbetriebes.
Es ist damit zu rechnen, dass durch die obige Anlage neben dem bekannten
Schweinestallgestank, eine erhebliche Insektenplage auf uns zu kommt.
Es ist trotz Fliegengitter nicht zu vermeiden, dass Insekten an den
Folien haften und somit in Lebensmittel-, Watte- und Medizinische
Verpackungen kommen.
Ihr PE-Kunststoff-Fabrik-Team
Zweiter Antrag für Schweinemastbetrieb
Metzger Iberl legt Papier für Woffenbacher Anlage auf den
Tisch / Anwohner sind dagegen
02.10.2007. Metzger Richard Iberl lässt nicht locker. Er
reichte seinen Bauantrag auf Errichtung eines Schweinemastbetriebes bei
Woffenbach erneut ein. Vor einigen Monaten hatte er das Vorhaben wieder
zurückgezogen.
Metzger Richard Iberl (46) möchte 800 Meter außerhalb des
Ortes einen Mastbetrieb für 200 Schweine errichten. Den Antrag dazu
hatte Iberl schon im April gestellt, das Papier aber im Juli wieder
zurückgezogen.
Jetzt reichte Richard Iberl den Antrag erneut ein. Gegner
des Vorhabens sind vor allem der Inhaber und die Beschäftigten der
Kunststoff-Fabrik in Woffenbach. Rund hundert Bedienstete zählt das vor
45 Jahren gegründete Unternehmen, das sich auch die Herstellung von
Kunststofffolien spezialisiert hat. "Ein Schweinemastbetrieb stinkt und
bringt automatisch Ungeziefer", sagte Siegfried Schneider (75), der Chef
des Unternehmens. "Wir haben Angst um unseren Arbeitsplatz", ließen die
Mitarbeiter des Betriebes verlauten, denn "wir müssen mit einer
Insektenplage rechnen, die nicht durch Fliegenschutzmaßnahmen von
unserem Betrieb fern gehalten werden kann." Die Kunden würden sich
schließlich andere Lieferanten suchen.
Ursula Nießen, eine Anwohnerin aus Woffenbach, schrieb in
einer Stellungnahme: "Durch dieses Vorhaben wird ein schönes und
intaktes Wohngebiet extrem geschädigt und sogar zerstört". Sie erinnerte
daran, dass die Stadt Metzger Iberl eine Alternative angeboten bekommen
habe, die dieser aber abgelehnt hätte. "Es kann doch nicht sein, dass
Einzelinteresse über Allgemeinwohl steht", sagt Nießen.
Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee bestätigte, dass
der Antrag wieder im Rathaus eingegangen sei. Man werde sich jetzt
wieder mit dem Bauherrn und den Nachbarn zusammensetzen und auch die
damals ins Spiel gebrachte Alternative durchdenken, sagte der
Stadtbaumeister. Bei der letzten Behandlung waren sieben Behörden
aufgefordert, ihre Stellungnahmen abzugeben. Laut Müller-Tribbensee
werde der Antrag dann wohl im Bausenat behandelt.
Richard Iberl war gestern für das Tagblatt nicht zu
erreichen.
200 Schweine sollen im Mastbetrieb bei Woffenbach
herangezogen werden.
Quelle: www.mittelbayerische.de
Streit um Schweine: Die
Stadt vermittelt
Aber: Fronten zwischen Nachbarn verhärtet
26.06.07. Im Streit um einen geplanten
Schweinemastbetrieb in Woffenbach versucht jetzt die Stadt Neumarkt zu
vermitteln. Ende der vergangenen Woche besuchten Vertreter der Stadt die Firma
von Metzger Richard Iberl, der - wie berichtet - einen Mastbetrieb mit 200
Schweinen aufbauen möchte.
Die Fronten zwischen Iberl und seinem Nachbarn - der Kunststofffabrik PE -
scheinen indes verhärtet. Der Geschäftsführer der Fabrik, Siegfried Schneider,
ist nach wie vor ein absoluter Gegner von Iberls Plänen. "Wir werden nie im
Leben zustimmen", sagt er. Er befürchtet, dass mit der Zahl der Schweine auch
die der Fliegen zunimmt - "und wer will schon eine Toastpackung, in der eine
tote Fliege klebt?", sagt er. Als "äußerste Reaktion" erwägt der 75-Jährige,
seine Fabrik zu schließen.
Metzger hält an Plänen fest
Doch auch Metzger Iberl hält weiterhin an den Plänen für einen Mastbetrieb fest.
Die Stadt Neumarkt versucht laut Pressesprecher Dr. Franz Janka nun,
"Alternativen zu suchen und zu besprechen, um so eine Lösung zu finden, die
beide zufrieden stellt". Jedoch sei es nicht leicht, die Balance zwischen den
beiden Interessen zu halten.
Quelle:
www.mittelbayerische.de
Zurück
|