Stadt soll alle Bemühungen für
Lärmschutz unternehmen
Die
Neumarkter SPD will mehrere ihrer Bundestagesabgeordneten zur Unterstützung
beim Kampf gegen Bahnlärm in Woffenbach einschalten.

Zwischen der
Bahnstrecke und der Häuserreihe wir der Lärmschutz gefordert
14.05.09. Mit MdB Marianne
Schieder habe man schon Anfang April gesprochen. Am nächsten Sonntag ist mit
dem Bundestagsabgeordneten Florian Pronold ein "Mittagsgespräch" geplant.
Außerdem wurde mit dem Bundestagsabgeordneten und Bahnexperten Martin Burkert
ein Vor-Ort-Termin geplant, teilte die SPD-Stadtratsfraktion mit. Sie rief
alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen auf, bei ihren Bundestagsabgeordneten
intensiv für Lärmschutz werben.
Als "fast grotesk" bezeichnete es Fraktionssprecherin Gertrud Heßlinger, wie
die CSU den Bahnlärm zu ihrem Thema mache und die Verantwortung für den
Mißstand bei anderen suche. Schließlich habe die SPD vor Jahrzehnten beim
Neubau des Münchner Rings eine Unterführung gefordert, was aber wegen des
hohen Grundwasserspiegels und der Hochwassergefahr bautechnisch nicht
realisierbar gewesen sei. Jetzt kurz vor den Wahlen fordere auf einmal der
frühere Neumarkter Oberbürgermeister eine solche Unterführung, "wohlwissend,
dass dieser Zug längst abgefahren ist."
Man hätte schließlich jahrzehntelang "aufgrund der Machtverhältnisse nicht
lange debattieren, sondern handeln können", erklärte Heßlinger. Tatsache sei
es, dass es unter der CSU-Mehrheit zu der jetzigen Bebauung kam - die
Häuserreihe zwischen den beiden Brücken wurde als Lärmschutz gebaut, das sei
im Bebauungsplan nachzulesen.
Die Genossen erinnerten daran, wie sie im Herbst 2007 mit 750 gesammelten
Unterschriften mitgeholfen haben, eine S-Bahn-Haltestelle mitten in Woffenbach
und damit eine zusätzliche Lärmquelle zu verhindern.
Von Seiten der Stadt müßten alle Bemühungen unternommen werden, dass die
Deutsche Bahn hier für einen adäquaten Lärmschutz sorgt. Sollte trotz
intensiver Bemühungen der Bundestagsabgeordneten kein Erfolg erzielt werden,
müsse das Thema politisch im Stadtrat diskutiert werden. Dies müsse dann aber
ehrlich geschehen - "und nicht wie jetzt vor dem Hintergrund der
bevorstehenden Wahlen Hoffnungen wecken, die nicht einfach zu erfüllen sind".
Übrigens gehe das Thema weit über Woffenbach hinaus, hieß es von der SPD: man
müsse bei diesem Thema die ganze Stadt sehen, "wir bräuchten insgesamt 7000
Meter Lärmschutz (Hasenheide, Pölling, Rittershof). Allein in Woffenbach wären
(gerechnet vom Kurt-Romstöck-Ring bis zur Brücke Münchner Ring) 1650 Meter
erforderlich, erklärte Gertrud Heßlinger.
Die SPD-Stadtratsfraktion fordert für die Woffenbacher Bürger "jetzt zumindest
die kleine Lösung" - nämlich auf den Grundstücken, die der Stadt gehören,
einen Lärmwall aufzuschütten und vor der langen Häuserreihe (Hiltlbau) den
bestehenden bewachsenen Lärmwall zu erhöhen. Diese beiden Maßnahmen könnten
mit relativ wenig Aufwand kostengünstig und schnell realisiert werden.
Weiterere Entlastung könnte der neue "Flüster"-Fahrbahnbelag des Münchner
Rings werden.
Quelle:
www.neumarktonline.de
Häuserzeile
ist Bahnlärm schutzlos ausgeliefert
Woffenbacher
fordern bei Ortstermin mit MdB Alois Karl einen Schutzwall - Kinder klettern
über die Gleise Häuserzeile ist Bahnlärm schutzlos ausgeliefert
11.05.2009.Selbst
Bundestagsabgeordneter Alois Karl konnte den lärmgeplagten Woffenbachern keine
allzu großen Hoffnungen machen. Er hatte sich erst im März erneut an Wolfgang
Tiefensee gewandt, bislang aber nichts aus dem Verkehrsministerium gehört. Nun
setzt er auf kleine Schritte, um die Anwohner entlang der Bahnlinie etwas zu
entlasten.
Etwa 700 bis 800 Menschen leben in den 250 Wohneinheiten, die Anfang der 80er
Jahre entlang der Pöllinger Straße gebaut worden sind. «Und es kann nicht
sein, dass dieser Häuserriegel als Lärmschutzwand für den restlichen Ortsteil
Woffenbach dienen soll», machte sich Stadtrat Ferdinand Ernst zum Sprecher der
leidgeprüften Bürger auch im Bereich Gartenäcker.
Sie hatten den MdB zum Ortstermin gebeten, weil sie bislang mit ihrem Ansinnen
nicht weiter gekommen sind. Und ihnen geht es nicht nur um einen ordentlichen
Lärmschutz, sondern auch um die Sicherheit ihrer Kinder. Denn gleich auf der
anderen Seite der Bahnstrecke, schon in Pölling, ist ein Spielplatz. Und da
springen die Buben und Mädchen schon mal vom Bolzplatz am Gartenäcker einfach
über die Gleise hinüber, auch wenn‘s die Eltern ausdrücklich verboten haben.
Es gibt keine Absperrung, die das verhindern könnte, aber auch keinen
vernünftigen Übergang.
Dazu kommt noch die Belastung durch den Verkehr auf dem Münchner Ring, der
hier auf einer sieben Meter hohen Brücke die DB-Linie überquert. «Wenn unter
der Brücke so ein rumpelnder Güterzug durchdonnert, dann ist das wie eine
Explosion hier im Schalltrichter», klagt ein Anwohner.
Doch Messungen der Bahn haben ergeben, dass die Grenzwerte unterschritten
werden, eine Verpflichtung für eine Lärmschutzwand besteht demnach nicht.
Allerdings, erinnert Ferdinand Ernst, seien beispielsweise an der Freystädter
Straße freiwillige Lärmschutzmaßnahmen getätigt worden, die Kosten dafür habe
die Stadt übernommen. Ernst und Karl, der ja nicht nur im Deutschen Bundestag,
sondern auch noch im Neumarkter Stadtrat sitzt, versprachen, ihren
diesbezüglichen Antrag noch einmal mit Nachdruck zu verfolgen.
Karl zeigte sich allerdings auch verwundert, dass er auf seinen Vorschlag, an
der Stelle eine Unterführung für die Bundesstraße zu bauen, keine Resonanz aus
dem Rathaus bekommen habe. Während der Pfingstferien 2010, wenn wegen des
S-Bahn-Baus ohnehin der Zugverkehr komplett ruht, wäre dazu die ideale
Gelegenheit gewesen. Stattdessen werde derzeit die Brücke aufwendig saniert.
Nun soll zumindest ein kleiner Lärmschutzwall etwas Linderung bringen. «Es
kann doch kein Problem sein, hier ein paar Lastwagen Aushub aufzuschütten, das
wäre die einfachste und kostengünstigste Lösung», machte Alois Karl deutlich.
Das Problem des ebenso ungeschützten wie verbotenen Gleisübergangs allerdings
bliebe nach wie vor bestehen. Und die ausgetretenen Pfade zeigen, dass hier
mehr als ein Lausbub regelmäßig über die Strecke klettert.
Quelle:
www.nm-online.de
Langer Kampf gegen Bahnlärm
Die Woffenbacher fühlen sich von der Bahn und der
Stadt im Stich gelassen. Sie fordern nun: "Beide stehen in der Pflicht."
23.03.2009. Die Anlieger der Wohngebiete "Gartenäcker" und "Pöllinger Straße"
haben den Bahnlärm statt. Sie fordern Bahn und Stadt eindringlich auf,
"endlich Lärmschutzmaßnahmen zu ergreifen". Am Samstagvormittag traf sich eine
große Anzahl Bürger vor Ort - mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für dieses
Problem zu sensibilisieren. Gerne hätten die Verantwortlichen
Oberbürgermeister Thomas Thumann oder einen seiner Vertreter bei diesem
Ortstermin getroffen, damit sich dieser von der "nicht länger hinnehmbaren
Situation" hätte überzeugen können - der OB hatte im Vorfeld jedoch erklärt,
der Termin sei von der CSU zu kurzfristig anberaumt worden.
Denn CSU-Stadtrat Ferdinand Ernst und CSU-Ortsverbandsvorsitzender Maximilian
Federhofer trafen sich am Samstag mit den Anwohnern. Zwar waren seit dem Bau
der Wohnungen viele Gespräche bezüglich Lärmschutz geführt wurden, doch ohne
sichtlichen Erfolg. Josef und Gabi Blomenhofer dazu: "Fakt ist, dass uns viel
versprochen wurde, aber in Wirklichkeit nichts passiert ist."
Eine Mutter klagte: "Der Lärm mit Knalleffekt ist unerträglich!" und ein
Familienvater: "Meine Kinder können nachts nicht schlafen!" Ein großes
Gefahrenpotenzial in diesem Wohngebiet sei auch, dass die Kinder direkt an der
Bahnlinie spielen und die Gleise ungehindert überqueren könnten. "Wo bleibt da
die Verantwortung?", fragten die Anwohner. Ihnen sei bange, sei doch bereits
jetzt beim Güterverkehr eine weitere Zunahme prognostiziert. Dazu komme noch
der neue S-Bahn-Verkehr.
Michael Zautner von der Wohnverwaltung erinnerte an die erfolgreiche
Unterschriftenaktion. Seine Forderung und die der Eigentümergemeinschaft: "Der
Zugang zu den Gleisen muss erschwert, der Lärmpegel gesenkt werden." Nachdem
die bisherigen Initiativen zur Problemlösung kein sichtbares Ergebnis gebracht
hätten, haben die Anwohner nun ein Schreiben an die Stadt gerichtet, in dem
sie eine durchgängige Lärmschutzwand beginnend vom Münchener Ring bis zum
Bahnweg an der Bahnlinie einfordern.
Nicht gelten lassen wollte Ferdinand Ernst das Argument von Oberbürgermeister
Thomas Thumann, dass es ein falsches Signal an die Bahn wäre, wenn die Stadt
selbst für Lärmschutz an der Bahnlinie Woffenbach-Gartenäcker sorgen würde.
Stadtrat Ernst dazu: "Es wäre das falsche Signal, wenn trotz steigenden Lärms
in den nächsten Jahren weiterhin nichts passieren würde." Laut Franz Mirbeth
habe sich auch MdL a.D. Herbert Fischer der Sache angenommen und den Anliegern
in dieser Sache seine Unterstützung zugesagt. Immer wieder betonten die
Anlieger: "Mit diesen Problemen dürfen uns Bahn und Stadt nicht alleine
lassen. Beide stehen in der Pflicht."
Quelle:
www.mittelbayerische.de
(von michael schrafl)
Kein Lärmschutz durch die Stadt
19.03.2009. Wenn die Stadt jetzt selbst für
Lärmschutz an der Bahnlinie bei Woffenbach-Gartenäcker sorgen würde, wäre das
da falsche Signal an die Bahn, meint OB Thomas Thumann.
Er geht damit auf Beschwerden von Bürgern ein, die einen Schallschutz an der
Bahnlinie beginnend am Münchner Ring bis hin zum Bahnweg angeregt hatten. Die
Bahn würde damit aus ihren zukünftigen Verpflichtungen hinsichtlich
Schallschutz freigestellt gibt der Oberbürgermeister in seinem
Antwortschreiben an Stadtrat Ferdinand Ernst zu Bedenken, das
neumarktonline im Wortlaut veröffentlicht:
"Bevor ich auf die spezielle
Situation im Baugebiet Gartenäcker eingehe, möchte ich kurz darauf verweisen,
dass der Lärm ausgehend von der Bahntrasse auf eine Länge von ca. sieben
Kilometern über 9.000 Bürger der Stadt belästigt bzw. gesundheitlich
beeinträchtigt.
Die aktuelle Problematik liegt darin, dass die Stadt Neumarkt an einer der
Hauptkorridore für den schienengebundenen Güterverkehr mit den osteuropäischen
Ländern liegt. Dieser Güterverkehr hat in den letzten Jahren enorm zugenommen.
Leider gibt es derzeit aber keine rechtliche Grundlage, einen verbesserten
Schallschutz beim Verursacher des Lärms, nämlich der Bahn, durchzusetzen.
Nachfolgend möchte ich Sie über den chronologischen Ablauf der bereits von mir
veranlassten Maßnahmen zur Verbesserung des Lärmschutzes informieren:
Information des Stadtrates über den aktuellen Sachverhalt
Sitzung am 03.06.2008, sowie
Sitzung am 22.09.2008.
Information der Bürger anlässlich einer öffentlichen Bürgerversammlung in der
Kleinen Jurahalle am 4. November 2008.
Von mir initiierte Unterschriftensammlung "Gegen Bahnlärm und für besseren
Lärmschutz" vom 13. Oktober 2008 bis 12. Januar 2009 (Bei dieser Aktion wurden
1.100 Unterschriften gesammelt)
Schreiben an den Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Herrn
Wolfgang Tiefensee vom 09. Februar 2009 .
Schreiben an Herrn MdB Karl vom 10. Februar 2009 mit der Bitte um
Unterstützung bei Herrn Bundesminister Tiefensee
Schreiben von Herrn MdB Karl vom 04. März mit der Zusage für Unterstützung
durch weiteres Schreiben an Herrn Bundesminister Tiefensee vom 05. März 2009.
Termin bei der Regierung OPf. am 12. März 2009 in Sachen Lärmaktionsplan.
Dabei gilt es aber keine unerfüllbaren Erwartungen bei den Bürgern zu wecken.
Wir müssen alle zur Kenntnis nehmen, dass der Bau und Betrieb der Bahnstrecke
Regensburg-Neumarkt auf den geltenden rechtlichen Grundsätzen beruht.
Ebenso gilt dies für die errichtete Wohnbebauung im Baugebiet Gartenäcker, die
auf einem Bebauungsplan aus dem Jahre 1980 beruht. In diesem Bebauungsplan
erfolgte die Regelung des Schallschutzes mittels Beschränkung der
Aufenthaltsräume der Wohnungen auf die Bahn abgewandte Seite bzw. durch die
Anforderung zum Einbau von Schallschutzfenstern. Die gleichen Anforderungen
wurden in die entsprechenden Baugenehmigungen übernommen. Insofern wurde den
Belangen des Schallschutzes rechtlich gesehen ausreichend Rechnung getragen.
Würden nun derzeit von Seiten der Stadt Verbesserungen durchgeführt werden,
beginnend am Münchner Ring bis hin zum Bahnweg an der Bahnlinie, wie
vorgeschlagen, wäre dies ein falsches Signal an die Bahn, die damit aus ihren
zukünftigen Verpflichtungen hinsichtlich Schallschutz freigestellt würde.
Der Stadtrat sowie die Bürger der Stadt Neumarkt werden von meiner Seite zu
gegebener Zeit über die aktuelle Lage hinsichtlich des Schallschutzes an der
Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg informiert.
Selbstverständlich bin ich gerne bereit, einen diesbezüglichen Ortstermin mit
Ihnen und den betroffenen Bürgern zu vereinbaren, bitte haben Sie aber
Verständnis dafür, dass ich den von Ihnen kurzfristig anberaumten Ortstermin
am Samstag, den 21.03.2009, um 11.00 Uhr, nicht wahrnehmen kann.
Ich werde mich nach Erhalt des Antwortschreibens von Herrn Bundesminister
Tiefensee und der Deutschen Bahn erneut mit Ihnen in Verbindung setzen, um
einen Ortstermin mit Ihnen und den Anwohnern zu vereinbaren."
Quelle:
www.neumarktonline.de