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Energiepolitik als Standortfaktor –
Wo stehen die OB Kandidaten.
Nachdem dieser Bereich in den letzten Jahren nicht voran gekommen ist,
haben die Verantwortlichen einen Fragenkatalog zusammengestellt und an
die OB-Kandidaten versendet.
27.08.2011. Die von der Stadt verfolgte Energiepolitik ist eine der
entscheidenden Zukunftsfragen für eine gute Entwicklung unserer Stadt. Von ihr
hängen Energiepreise und damit ein wichtiger Standortfaktor ab, beeinflusst
aber auch die Faktoren der finanziellen und ökologischen Nachhaltigkeit
unserer ökonomischen und ökologischen Entwicklung in unserer Heimatstadt. Der
Verein „Energie für Neumarkt“ setzt sich seit über 2 Jahren für eine
nachhaltige und ressourcenorientierte Energiepolitik in der Stadt Neumarkt
ein. Seit Vereinsgründung forderten die Bürger u.a. den Ausbau der
Windenergie, der nun mit langer Verzögerung vorangetrieben wird, konnten
bislang den Bau des geplanten 38 Millionen Euro teuren und laut Gutachten
völlig überdimensionierten Holzverbrennungswerkes verhindern. EfN setzt sich
für politische und finanzielle Bürgerbeteiligung bei den städtischen Projekten
ein, damit der energiepolitische Wandel nicht nur wenigen Wohlhabenden,
sondern allen Bürgern der Stadt zu Gute kommen kann. Dieser Bereich, in dem
Neumarkt in den letzten Jahren nicht vorangekommen ist, ist für den Verein
zentraler Bereich städtischer Energiepolitik. Der Verein selber hat ein
Energiekonzept für Neumarkt
www.energiefuerneumarkt.de entworfen und veröffentlicht, daß unter anderem
eine starke finanzielle und politische Mitwirkung vorsieht. Der Verein hat
sich auch auf die Fahnen geschrieben, Beiträge zur politischen Willensbildung
zu leisten. In diesem Rahmen haben die Verantwortlichen um die Vorsitzenden
Alfons Suttner und Michael Vogel einen Fragenkatalog zusammengestellt und
Mitte August an die Kandidaten versendet, mit dem sich der Verein einen
Eindruck von den energiepolitischen Vorstellungen der OB-Kandidaten
verschaffen will. Dabei geht es um Strategie, Informationspolitik, bürgerliche
Mitbestimmung und Umsetzungskompetenz. Bei den Antworten legt der Verein Wert
auf quantifizierbare Aussagen und konkrete Ziele, um auch entsprechende Ziele
der Kandidaten messen und bewerten zu können. Selbstverständlich geht es u.a.
auch um eine definitive Entscheidung der Kandidaten zum Holzverbrennungswerk,
das bislang schon vermutlich Hunderttausende von Euro sinnlos verschlungen
hat, ohne auch nur eine Stück vorangebracht zu sein. Die Kandidaten haben über
drei Wochen Zeit sich mit den Fragen auseinanderzusetzen. Nach dem 13.
September will der Verein die Ergebnisse vorstellen und Empfehlungen für die
OB-Wahl abgeben, die sich auf alle Kandidaten beziehen können.
Offener Brief vom 30.3 2011
Zukünftige Energiewirtschaft in Neumarkt
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Thomas Thumann,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats,
am 16. März 2011 hatte ich Sie in einem vertraulichen Brief darum gebeten, in
einem gemeinsamen Gespräch eine Verbesserung der energiewirtschaftlichen
Situation in Neumarkt zu erörtern. Mein Angebot wiederhole ich hiermit
öffentlich und lade Sie im Namen des FLitZ-Vorsitzenden, Herrn Dieter Ries, zu
unserer nächsten öffentlichen Bürgerversammlung am kommenden Montag, um 19.30
Uhr, ins Alte Glossner Wirtshaus.
Dabei könnten als Diskussionsgrundlage die 10 Thesen dienen, die ich Ihnen im
Anhang (siehe unten) mit übersende.
Ich halte es aus vielen Gründen für unerlässlich, zeitnah und möglichst
gemeinsam die zukünftige Energiewirtschaft in Neumarkt zu erörtern.
Vorrangiges Ziel dabei muss es sein, die Bemühungen seitens der Stadt in
Richtung Unterstützung und Beratung der Bürger bei der Energieeinsparung zu
verbessern.
Wichtig ist der feste Wille: 100 Prozent erneuerbare Energien in Neumarkt.
Rechnet man die sehr hohen Anteile der Firma Pfleiderer nicht mit ein - sie
bringt etwa 92 Prozent am bisherigen Anteil von 47 Prozent erneuerbare
Energien - so wird deutlich, dass die Stadt Neumarkt im Bundesvergleich
gesehen erheblichen Nachholbedarf auf diesem Sektor hat.
Noch haben wir die Möglichkeit städtische Rücklagen für eine Verbesserung der
Energiewirtschaft zu nutzen. Allerdings müssen zu diesem Zweck bestimmte, sehr
kostenintensive Maßnahmen auf den Prüfstand.
Die bisherigen Ankündigungen seitens der Verwaltung - so etwa die erneute
Absichtserklärung künftig Wind- und Wasserkraft nutzen zu wollen - müssen
umgehend konkretisiert und fixiert werden. Dies muss geschehen, bevor eine
Entscheidung über ein teures und insbesondere finanziell gesehen sehr
risikoträchtiges Holz-Heizkraftwerk vor Ort gefällt wird, dessen
wirtschaftliche Rendite allein schon durch Minderungen bei der Förderung,
sowie die in den letzten Jahren stark gestiegenen Holzpreise und die
keinesfalls garantierte Wärmeabnahme nicht gewährleistet ist.
Erneut bitten wir Sie also um Kooperation in dieser in der Zukunft immer
wichtiger werdenden Angelegenheit.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Madeisky
10 Thesen zur zukünftigen Neumarkter Energieversorgung
Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energie
1. Eine ehrliche Bestandsaufnahme zeigt, dass in Neumarkt auf
dem Energiesektor
erheblicher Handlungsbedarf, sprich Nachholbedarf besteht.
2. Ein parteiübergreifendes Gespräch haben wir von der Freien Liste Zukunft
erneut, zunächst vertraulich, angeregt.
3. Schwerpunkt muss in der Energieeinsparung liegen, weil dies die
vernünftigste und kostengünstigste Form der Energiegewinnung ist. Die
Stadtwerke sollten, auch um auf Dauer überleben zu können, dies zu ihrer
Hauptaufgabe machen.
4. Vorhandene Ressourcen - Energiequellen - müssen vorrangig genutzt werden,
also sehr viel Abwärme die bei der laufenden Verbrennung von Altholz entsteht,
sowie Wind, Sonne und Geothermie. Speichermöglichkeiten sind zu nutzen.
Autarkie ist auf diesen Wegen und in Kooperation mit dem Landkreis und den
zugehörigen Gemeinden anzustreben.
5. Holz muss, soweit irgend möglich optimal genutzt, also zunächst verarbeitet
und damit
CO 2 weiter gespeichert werden Holz ist Grundstoff für viele Handwerksbetriebe
und
zunehmend für die (chemische) Industrie. Eine in Neumarkt von städtischer
Seite
beabsichtigte großtechnische Verbrennung von Holz rechnet sich nicht und ist
daher
unverantwortlich. Strom muss anders gewonnen werden und dabei zwangsläufige
Wärmevergeudung ist zu vermeiden.
6. Die Vergasung von Getreide (u.a. Mais) ist angesichts des zunehmenden
Hungers in der Welt und aus ökologischen Gründen nicht verantwortbar.
7. Die Stadt Neumarkt muss das noch vorhandene Kapital vorrangig und
schleunigst im Energiebereich einsetzen.
8. Die Stadtverwaltung muss, was Einsparung anbelangt, mit gutem Beispiel
vorangehen.
9. Der Bau unnötiger Gebäude ist ebenfalls Energievergeudung (Stichwort:„Graue
Energie“)
10. Die Stadtwerke sollten unverzüglich bezahlbaren Ökostrom anbieten.
Hans_Jürgen Madeisky
Neumarkt, den 30.3.11
Stadtwerke führungsloser
Spielball der Kraftwerks-Lobbyisten?
21.03.2011. In Japan leiden die Menschen unter den Auswirkungen
einer apokalyptisch anmutenden Naturkatastrophe und starren angstvoll nach
Fukushima. Anstatt sich die Zeit zu nehmen, mit den Menschen in Japan zu
trauern und einmal in sich zu gehen, setzen sich die Neumarkter Kraftwerks
Lobbyisten dem Verdacht aus, die Schicksalsschläge in Japan für ihre Zwecke
nutzen zu wollen.
Dr. Ehrnsperger verkündete, daß das Kraftwerk die „ökologisch und ökonomisch
beste Lösung“ sei. Für wen? Welches Kraftwerk die beste Lösung ist, läßt Dr.
Ehrnsperger offen. Meint er die große Lösung, die bei Prof. Brautsch mit
Pauken und Trompeten durchgefallen ist? Oder meint er die sog. kleine Lösung?
Ist ökologisch, was für den Lammsbräu-Chef gut ist? Prof. Brautsch hat in
seinem Gutachten darauf hingewiesen, daß insbesondere die Auskopplung von
Prozess-Dampf (u.a. für Lammsbräu) unwirtschaftlich und unökologisch ist. Daß
der Lammbräu-Chef das beste unter dem Deckblatt von „Umweltschutz und
Ökologie“ für sein Unternehmen und seine Privatschatulle herausholen will, ist
legitim, er sollte für seine „neue Nachhaltigkeit“ jedoch nicht die Bürger zur
Kasse bitten, sonst bekommt das gute Lammsbräu einen schalen Beigeschmack. Ist
das Kraftwerk auch deshalb für Dr. Ehrnsperger gut, weil die Stadtwerke so
naiv verhandelt haben, daß nicht die Großabnehmer das volle Risiko anstehender
Holzpreiserhöhungen tragen müssen, sondern die Neumarkter Bürger?
Der Stadtwerks-Direktor wiederum hält das Holzkraftwerk vor dem Hintergrund
der Atomkatastrophe für dringlicher denn je. Da muß sich Herr Tylla doch die
Frage stellen, warum er diese Haltung in seiner Einkaufspolitik noch nicht
berücksichtigt hat, und warum er seine eigentlichen Hausaufgaben nicht mehr
bewältigt. Warum ist der Anteil des Atomstroms immer noch so hoch, warum sind
einige reine Ökostrom-Anbieter mittlerweile preiswerter als unsere Stadtwerke.
Wie kommen die Stadtwerke eigentlich auf die Idee, daß sie dieses Projekt
schultern können? Schon ein Mini-Kraftwerk im Altenhof konnte nicht umgesetzt
werden. Von den immer noch federführenden Projektierern hat man sich ein
untaugliches Projekt aufquatschen lassen, mehrfach mußte das Konzept
überarbeitet werden, obwohl es im Vorfeld Hinweise auf die Fehler gab,
Gutachten wurden erstellt, sogar Probebohrungen hat OB Thumann (UPW)
öffentlichkeitswirksam vornehmen lassen. Stadtrat und Verwaltung werden seit 2
Jahren nutzlos beschäftigt, finanzielle und personelle Ressourcen sinnlos
verbraten, die Verhandlungen mit Pfleiderer nur auf öffentlichen Druck geführt
mit dem mutmaßlichen Ziel, diese sowieso scheitern zu lassen.
Der Stadtwerksdirektor ist nachweislich nicht in der Lage, zum Wohle der
Bürger zu agieren und will jetzt ein 38 Millionen-Projekt stimmen.
Da schwadronieren also einer der potentiellen Hauptnutzer und ein mutmaßlich
überforderter Stadtwerke-Direktor über ein nachweislich unwirtschaftliches
Projekt und der UPW Oberbürgermeister Thumann schaut zu und läßt dem Chaos
seinen Lauf. Wann will er endlich die politische Führung der Stadtwerke
übernehmen. Liest man zwischen den Zeilen, spielt die Pfleiderer-Lösung gar
keine Rolle mehr. Es wird Zeit, daß der UPW-OB endlich seiner Verantwortung
gerecht wird und das gesamte Projekt stoppt und die Verantwortlichen für das
Desaster zur Rechenschaft zieht. Auch hier muß man den OB mal wieder an seinen
Amtseid erinnern, Schaden zumindest wieder gutzumachen, wenn er die Anrichtung
schon zugelassen hat. Aufgabe des OB wäre es, endlich ein Gesamtkonzept
vorzulegen wie er sich -wirtschaftlich tragfähig - die energiewirtschaftliche
Zukunft Neumarkts vorstellt. Dazu muß er allerdings substantielle Arbeit
leisten und keine Leuchtturm-Politik betreiben nach dem Motto „Ohne Spesen,
nichts gewesen“. Es ist zu dem eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit
dieses Oberbürgermeisters, daß er endlich der Neumarkter Öffentlichkeit die
sog. Garantieverträge mit den Waldbauern vorlegt.
Michael Vogel
Energie für Neumarkt e.V.
EfN- Verein Energie für
Neumarkt
19.05.2009. Der Verein Energie für Neumarkt gibt bekannt dass wir
ab sofort
im Internet über Google und direkt über
www.energiefuerneumarkt.de auftreten.
Auf unserer Internetseite stellen wir Alternativen zum Biomassekraftwerk
vor.
Wir informieren über Ziele, Standort, Gründe die dagegen sprechen und
Ansprechpartner.
Im Link ,,JETZ AKTIV WERDEN“ bitten wir bei uns Mitglied zu werden und
uns so
zu unterstützen.
Auf der Hauptseite stehen unter AKTUELL unsere geplanten Aktionen. So
laden wir für
Samstag 23 Mai von 10 Uhr bis 12³° Uhr zu einem Infostand mit Diskussion am
Rathaus.
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